So sehen die Corona-Schnelltests aus. © dpa
Coronavirus

Corona-Schnelltests erleichtern Besuche im Altenheim in Nordkirchen

Corona-Schnelltests kommen jetzt auch im Altenheim St. Mauritius in Nordkirchen zum Einsatz. Allein 60 am ersten Tag. Neue Möglichkeiten für Besucher inklusive.

Um in der Corona-Pandemie Krankenhäuser und Pflegeheime besser zu schützen dürfen die Einrichtungen die sogenannten Antigen-Schnelltests nutzen. Auch im Altenhilfezentrum St. Mauritius in Nordkirchen werden die Schnelltests seit Dienstag (24.11.) eingesetzt.

Im Seniorenheim St. Vitus in Olfen hatte es durch diese Massentests in der vergangenen Woche erstmals ein positives Ergebnis gegeben. In der Folge wurden am vergangenen Wochenende alle Bewohner und Mitarbeiter getestet, mit 19 weiteren positiven Ergebnissen.

Die ersten Ergebnisse im St. Mauritius hingegen waren alle negativ, wie Klaus Starke, Leiter der Einrichtung, am Mittwoch (25.11.) auf Anfrage unserer Redaktion sagt. „Wir haben gestern 60 Tests durchgeführt. Vornehmlich unter den Mitarbeitern.“

Schnelltests bieten neue Möglichkeiten für Besucher

Die Schnelltests ermöglichen aber auch Besuchern wieder Zugang zum Pflegeheim, so Starke weiter. „Anfangs hatten wir noch Bedenken, ob das angenommen werden würde.“ Etwaige Vorbehalte oder das Ausbleiben von Besuchern habe man im St. Mauritius aber nicht feststellen können. Im Gegenteil. „Seitdem stehen die Telefone nicht mehr still.“

Die Möglichkeit, seine Lieben wieder besuchen zu können, komme gut an. Zunächst melden sich die Besucher an der Pforte, dort werden in einem Fragebogen mögliche Symptome (unter anderem Husten, Halsschmerzen, Fieber) abgefragt. Danach nimmt Fachpersonal den Abstrich. Das Ergebnis liegt etwa 15 Minuten später vor. Ist der Test negativ, steht dem Besuch nichts im Wege. Weitere Hygienemaßnahmen, wie das Tragen von Mund-Nase-Schutz, gehören allerdings weiterhin zum Standard, erklärt Starke.

„Das Testen sorgt auch psychisch für eine Entlastung in der gesamten Einrichtung“, sagt Starke. Es gebe Mitarbeitern und Besuchern mehr Sicherheit. Bei regelmäßigen Besuchern werde der Test ein- bis zweimal in der Woche gemacht. Die Vorabbefragung nach Symptomen bei jedem Besuch.

Während erste Welle: Kommunikation wie im Gefängnis

Die Treffsicherheit der Schnelltests liegt laut Starke bei etwa 95 Prozent, auch beeinflusst von der Dauer, die ein Infizierter das Virus schon in sich trägt. „Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Das ist aber auch bei Labortests schlussendlich so“, erklärt Starke. Man sei sich aber sicher, Infizierte mit diesen Mitteln besser finden und somit Bewohner und Mitarbeiter besser schützen zu können.

Während des ersten Lockdowns waren Besuche im St. Mauritius grundsätzlich untersagt. Draußen gab es einen Pavillon mit Glastrennwänden und Kontakt zu den Bewohnern über ein Babyfon. Klingt fast wie der Besuch in einem Gefängnis. „Und genau so wurde das auch wahrgenommen“, sagt Starke.

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Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus

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