Die Heime müssen zunächst prüfen, wer eine Impfung erhalten möchte und melden dann ihren Bedarf an. © dpa
Corona-Impfung

Corona-Impfung: Keine Rangliste für Seniorenheime in Olfen und Nordkirchen

Die ersten Menschen im Kreis Coesfeld sind bereits geimpft. Doch wie wird eigentlich entschieden, wann der Impfstoff in ein Seniorenheim nach Nordkirchen oder Olfen kommt?

Die erste Impfung im Kreis Coesfeld erhielt Hedwig Jonas aus einem Seniorenheim in Dülmen – und mit ihr weitere Bewohnerinnen und Bewohner und Mitarbeitende des Heimes. Doch wie geht es nun eigentlich weiter mit den Impfungen im Kreis Coesfeld?

Keine Rangfolge für die Impfungen in den Heimen

Eine Art Rangfolge, wann welches Heim geimpft wird – beziehungsweise welches Heim zuerst geimpft wird, das gibt es jedenfalls nicht. „Es gibt ein elektronisches Meldeportal bei der KVWL (Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe, d. Red.)“, wie Wolfgang Heuermann vom Kreis Coesfeld sagt. Dort melden die Heime ihren Bedarf an, sobald sie entsprechend vorbereitet sind. „Man muss schauen, welches Heim impfbereit ist“, erklärt Wolfgang Heuermann dazu.

Woraus diese Vorbereitung konkret besteht, erklärt Heike Achtermann von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe, die auch für den Kreis Coesfeld zuständig ist. Es bedeute, die Heime haben die Einverständniserklärungen von ihren Bewohnerinnen und Bewohnern vorliegen, die die Impfung erhalten wollen. Sie wissen also, wie viele Impfdosen sie benötigen und der Raum für die Impfung ist bereit. Zudem geben die Heime auch noch an, ob es einen Heimarzt gibt. „Und dann kann der Impfstoff auch aus Düsseldorf kommen“, erklärt Heike Achtermann. Zusätzlich kommen dann auch die mobilen Impfteams in die Einrichtungen. „Wenn man also sagt, dann und dann gibt es 100 Impfwillige, kann es losgehen“, sagt Heuermann.

Kreis nennt keine genauen Termine

Von den ersten 9.750 Impfdosen, die ab dem Wochenende vom Land NRW bereitgestellt worden sind, standen jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt nur lediglich 180 Impfdosen zur Verfügung. Nun gebe es aber gute Nachrichten, erklärt Achtermann: „Für 2020 steht uns mehr Impfstoff zur Verfügung als zunächst angenommen.“ Die nächste Lieferung sei bereits unterwegs und eine weitere bestellt.

Sowohl der Kreis Coesfeld als auch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe geben aber keine Termine bekannt. „Da sind wir sehr stringent“, erklärt Achtermann. Wolfgang Heuermann vom Kreis begründet das auch damit, dass man vermeiden wolle, dass die Impfteams behindert werden oder für den Transport eine Gefahr hergestellt wird.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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