Rainer Bolte, der Vorsitzende der CDU Nordkirchen hat die Wahl mit Spannung verfolgt. © Karim Laouari (A)
Politik

CDU-Parteivorsitzender aus Nordkirchen: Laschet und Merz haben beide Vorzüge

Armin Laschet hat das Rennen für den CDU-Parteivorsitz gemacht. Auch Rainer Bolte, der Vorsitzende der CDU Nordkirchen hat die Wahl verfolgt - und wünscht sich etwas von den Merz-Wählern.

„Spannend wie eine Fußballmeisterschaft“, so hatte Rainer Bolte, der Vorsitzende der CDU in Nordkirchen, die Wahl zum CDU-Parteivorsitz schon im Vorfeld beschrieben. Auch am Samstag, nachdem die Wahl gelaufen ist und sich NRWs Ministerpräsident Armin Laschet gegen seine Konkurrenten Friedrich Merz und Norbert Röttgen durchgesetzt hat, findet Bolte: „Das war spanend.“

Dass Merz und Laschet in die Stichwahl müssten, das hatte sich Bolte schon gedacht. Norbert Röttgen hingegen hätte besser abgeschnitten als gedacht. Bolte nahm an, dass auf den ehemaligen Umweltminister weniger Stimmen entfallen würden.

„Laschet und Merz haben beide ihre Vorteile“

Apropos Stimmen: Die Stichwahl zwischen Laschet und Merz hatte sich auch im Hause Bolte selbst abgezeichnet. „Wir hatten hier zwei Stimmen für Merz und zwei für Laschet“, sagt Bolte, nur der Hund habe sich enthalten, fügt er scherzhaft hinzu.

Laschet und Merz hätten beide ihre Vorzüge. Um die Zerrissenheit in der Partei, die Bolte seit der Flüchtlingskrise in 2015 sieht, wieder zu kitten, sei Armin Laschet der Richtige. Für die schwierigen wirtschaftlichen Aufgaben, die die Corona-Krise bringe, sei aber vielleicht Merz mit seinen Fachkenntnissen nicht verkehrt. Aber: „Merz polarisiert auch mehr“, sagt Bolte. Er freue sich daher über Laschet, hätte aber auch mit Merz leben können, sagt Bolte. Nun gelte es aber auch für die Merz-Wähler geschlossen hinter dem Team CDU mit dem neuen Kapitän Laschet zu stehen – wie die Südkurve beim BVB.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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