Das Haus Mühlenstraße mit der Caritas als Ankermieter soll mal so aussehen. © Entwurf Buhl
Ehemaliges Haus Westermann

Caritas hat Mietvertrag unterschrieben: Haus Mühlenstraße einen Schritt weiter

Die Arbeiten für den Neubau auf dem ehemaligen Haus-Westermann-Gelände sollen bald beginnen. Ein Termin für den Einzug der Caritas steht jetzt - und bringt etwas Druck in den Zeitplan.

Im Moment liegen auf dem Grundstück, wo früher das Haus Westermann stand, vor allem noch ziemlich viele Steine herum. Aber: Wenn alles gut geht, soll es in den nächsten Wochen dann sichtbar mit den Bauarbeiten losgehen. Es seien nur noch ein paar notarielle und administrative Dinge zu erledigen, sagt Investor und Architekt Thomas Buhl im Gespräch mit der Redaktion. Und dann soll es – endlich und wirklich – in die Höhe wachsen, das neue Haus Mühlenstraße.

Ohne dass es an der Baustelle sichtbar gewesen wäre, ist das Projekt in dieser Woche einen ziemlich großen Schritt weitergekommen, wie die Caritas – der zukünftige Ankermieter des Gebäudes – in einer Pressemitteilung erklärte. „Für die Beratungs- und Wohnangebote unterzeichneten Christian Germing, Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld, und Thomas Buhl als Architekt, Investor und Vermieter nun die Mietverträge“, heißt es darin.

In den Zeitplan kommt durch den unterzeichneten Mietvertrag Druck

Die Caritas wird in dem Neubau eine Pflege-Wohngemeinschaft für elf Senioren und das Pflegeberatungsbüro, das aktuell noch an der Schloßstraße 11 untergebracht ist, betreiben. Außerdem sollen acht Menschen mit Behinderung in Appartements im Haus Mühlenstraße ein Zuhause finden. Und zwar ab dem 1. Juni 2022. Da, so sagen es sowohl Caritas als auch Architekt Buhl, soll das Haus bezugsfertig sein.

Etwas, das auch in den Zeitplan etwas Druck bringt, wie Thomas Buhl bestätigt. Zuletzt hatte er gesagt, dass Ende 2021 die Bauarbeiten abgeschlossen sein könnten. Schon zuvor war der Zeitplan für das seit 2017 geplante Projekt immer wieder nach hinten korrigiert worden. Durch die Vertragsunterzeichnung steht jetzt aber ziemlich fest, dass im Frühjahr 2022 alles fertig sein muss.

Senioren-WG und Appartements für Menschen mit Behinderung

Dann, so schreibt es die Caritas, soll es dort lebendig werden. „Ganz im Sinne der inklusiven Gemeinde Nordkirchen sollen sich die neuen Bewohnerinnen und Bewohner in das Gemeindeleben integrieren“, heißt es. Im Obergeschoss des Hauses entstehen Wohnungen für Menschen mit Behinderung. „Die Appartements werden neben dem Wohn- und Schlafbereich über eine Küchenzeile, ein Badezimmer und einen kleinen Balkon verfügen. Zur gemeinsamen Nutzung steht ein Gemeinschaftswohnraum mit Dachterrasse zur Verfügung. Begleitet werden die dortigen Mieter durch das Ambulant Begleitete Wohnen des Caritasverbandes“, erklärt die Caritas.

Das Konzept der Pflege-WGs für ältere Menschen ist ähnlich. „Die Pflegewohngemeinschaft wird über eigene Schlaf- und Wohnräume mit WC und Dusche für die Mieter verfügen. Küche, Ess- und Wohnbereich werden gemeinschaftlich genutzt. Eine Fachkraft betreut die Mieter und koordiniert die pflegerischen und hauswirtschaftlichen Hilfen“, erklärt die Caritas.

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Marie Rademacher

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