Die Abiturienten 2020 der Gesamtschule Nordkirchen feierten in zwei Durchgängen. Eine Variante, die auch 2021 denkbar ist. © Fotos/Collage Udo Kötter
Abiturfeier

Abifeier 2021 in Nordkirchen: Zwischen Wunsch und machbaren Szenarien

70 junge Menschen streben gerade an der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule Nordkirchen das Abitur an. Wie sieht es danach in Sachen Abiturfeier aus? Geht was? Geht nichts?

Der Abiturjahrgang 2021 zählt 70 jungen Frauen und Männer. Wenn sie ihr Abitur geschafft haben, steht es ihnen zu, würdig von der Schule verabschiedet zu werden und in einer angemessenen Weise das Abschlusszeugnis überreicht zu bekommen. Doch das Coronavirus ist auch in diesem Jahr der Regisseur bei der Organisation einer möglichen Abiturfeier. Wie könnte die aussehen? Am Samstag, 26. Juni, so sieht es der Terminplan der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule vor, werden die Abiturienten 2021 entlassen. Das ist Fakt. Was aber noch nicht fest steht, ist, wie diese Abiturfeier aussehen wird. Wir haben den Leiter der Nordkirchener Gesamtschule, Ulrich Vomhof, gefragt, wie der Stand der Planungen ist.

Schule plant mehrgleisig

„Wir planen mehrgleisig“, sagt der Schulleiter. „Der Wunsch der Schüler ist natürlich, dass nach Möglichkeit alle zusammen feiern. Das stellt ja die große Herausforderung dar.“ Die Varianten, die derzeit im Gespräch seien, sind:

1. „Wir machen die Feier bei uns im Forum und teilen die Gruppe in 35 Abiturienten pro Durchgang, so dass die Abiturienten jeweils zwei Begleitpersonen mitnehmen können.“ Das wäre dann die Wiederholung des Modells 2020. Im vergangenen Jahr war die Abifeier inklusive aller Hygiene- und Abstandsauflagen so durchgeführt worden.

2. In der Abitur-Jahrgangsstufe werde derzeit diskutiert, die Abiturfeier mit allen Abiturienten durchzuführen, aber ohne Eltern. „Da könnte man überlegen, die Feier per Livestream zu übertragen“, skizziert Ulrich Vomhof den Stand der Diskussion. Wie realistisch ist so ein Szenario? „Ich habe das Gefühl, dass das nicht in Frage kommt.“ Weil die Abiturienten wohl die Menschen, die sie schon ein Leben lang begleiten, auch dabei haben möchten, wenn sie das Abschlusszeugnis entgegen nehmen.

3. Diese Variante sehe eine Veranstaltung unter freiem Himmel vor, bei der es möglich wäre, dass alle Abiturienten plus Eltern daran teilnehmen können. Chance dieses Modells? „Wir werden das 100prozentig vorbereiten bis zu einem gewissen Punkt. Und dann wird man mit Blick auf die Wetterprognose am Montag vor der Abiturfeier, die ja auf einem Samstag liege, entscheiden, ob diese Feier unter freiem Himmel umgesetzt wird oder nicht.“ Plan B wäre dann die Teilung der Gruppen in der Schule, also Variante 1.

Diese Planungen laufen derzeit unter der Voraussetzung des Bundeslockdowns, der – Stand jetzt – noch bis Ende Juni gelten soll. Nun ist das Coronavirus hartnäckig, durch seine Mutationen hochinfektiös und leichter übertragbar, auch auf die junge Generation. Es kann sich in den von der Politik auferlegten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ja noch einiges ändern. Was ist, wenn eine Präsenzfeier am 26. Juni nicht erlaubt wird? Müsste nicht schon jetzt darüber nachgedacht werden, die Abschlusszeugnisse per Post an die Abiturienten zu übergeben? Quasi als vierte Variante?

„Man muss das natürlich mit bedenken“, erklärt Ulrich Vomhof. „Aber ich behaupte, dass, wenn keine Präsenzfeier möglich ist, uns noch eine andere Variante einfallen wird. Eine, die ein bisschen persönlicher ist als der Briefumschlag.“

Einen Tag, bevor die Abiturienten ihre Abschlussfeier durchführen wollen, steht am 25. Juni der Abschluss des zehnten Jahrgangs an. „Wir sind im Moment auf dem Stand, dass wir die Variante 2020 fahren werden“, berichtet der Schulleiter. Die 120 Zehner werden in vier Gruppen à 30 Schüler aufgeteilt und feiern getrennt nacheinander im Forum der Schule.

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Redaktion Selm
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Arndt Brede

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