Die weitere Entwicklung von Lembeck und Rhade wird Bürger und Politiker in den nächsten Jahren beschäftigen. © Grafik: Leonie Sauerland
Dorfentwicklung

Viele Ideen für Lembeck und Rhade: Corona bremst Dorfentwicklung weiter aus

Mehr als 150 Vorschläge für Lembeck und über 200 für Rhade: Die Online-Abstimmung zur Dorfentwicklung ist beendet. Die Zeit, bis Präsenztermine wieder möglich sind, soll genutzt werden.

Sechs Wochen lang hatten Rhader und Lembecker zuletzt die Möglichkeit, konkrete Vorschläge für Zukunftsprojekte in ihren Stadtteilen zu machen. Das Ganze lief ausschließlich online.

Elke Frauns vom Planungsbüro Frauns hat sämtliche Vorschläge geordnet und Doppelungen entfernt. Herausgekommen sind 205 Ideen für Rhade und 160 für Lembeck, die unter www.dorsten.de/dorfentwicklung einsehbar sind.

„Die Menge an Vorschlägen hätten wir in der Tiefe und Breite nicht bekommen, wenn wir nur die klassische Bürgerversammlung vor Ort gemacht hätten“, sagt Elke Frauns. Komplett digital lässt sich Dorfentwicklung aber nun mal auch nicht machen: „Als nächstes brauchen wir Präsenztermine vor Ort.“

Vor-Ort-Termin vielleicht im Frühsommer

Wann die im größeren Stil wieder möglich sind, ist unklar. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass Vor-Ort-Treffen voraussichtlich im Frühsommer wieder stattfinden können.

Es gibt aber Überlegungen, wie die Zeit bis dahin genutzt werden kann. Die Stadt Dorsten will gemeinsam mit Akteuren vor Ort prüfen, ob aus den gesammelten Vorschlägen für jeden Stadtteil jeweils ein Projekt schon jetzt angegangen werden kann. Diese „Initial-Maßnahmen“ will man konkretisieren und schon mal Fördermittel für eine Umsetzung in den kommenden Jahren beantragen.

Die gemachten Vorschläge konnten auf der Online-Plattform auch gleich mit einem Daumen hoch oder einem Daumen runter bewertet werden. „Das ist keine Abstimmung, aber zumindest schon mal ein Stimmungsbild“, sagt Elke Frauns.

Viele wollen einen Drogeriemarkt

Die mit Abstand meisten positiven Bewertungen gab‘s in Rhade für einen Drogeriemarkt. „Da wird man aber noch drüber reden müssen“, sagt Elke Frauns und verweist auf Gesetzgebung und andere Rahmenbedingungen, die erfüllt sein müssen. Anders als ein Drogeriemarkt lasse sich beispielsweise ein Café mit etwas Kreativität auch bürgerschaftlich organisieren. Auch einige Ideen zur Weiterentwicklung des Forks Busch bekamen gut Zuspruch.

In Lembeck gefiel vielen die Idee eines Kreisverkehrs auf der Rekener Straße (Ecke Kaisersweg/Heidener Straße) und auch einen Drogeriemarkt hätte man gerne im Dorf. Viel Zuspruch gab es auch für den Vorschlag, mehr Betreuungsmöglichkeiten für Kinder zu schaffen.

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Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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