Durch diese Fenster, die nun mit Holz verschlossen sind, wurde erst vor Kurzem versucht einzubrechen. Dennis Recksing vom Wachschutz kümmert sich um die Überwachung des Wulfener Marktes. © Guido Bludau
Ehemaliges Einkaufszentrum

Ladenpassage am Wulfener Markt zieht Einbrecher und Schaulustige an

Seit vier Jahren ist da Einkaufszentrum am Wulfener Markt dicht. Das weitgehend verlassene Gelände lockt dennoch immer wieder ungebetene Gäste an. Die komplette Abriegelung hilft da wenig.

Die Ladenpassage am Wulfener Markt hat seit dem ersten Spatenstich im Jahr 1979 eine bewegte Geschichte hinter sich. Doch das Gebäude wird schon länger nicht mehr zum Einkaufen genutzt. Im Januar 2017 zog das letzte Geschäft, Ende 2018 dann der letzte Wohnungsmieter über der Ladenpassage aus. Bis zum geplanten Abriss des Objekts wird es noch einige Zeit dauern.

Vor zwei Jahren wurde der Gebäudekomplex komplett umzäunt und abgeriegelt, Fenster und Türen der einzelnen Wohnung wurden verbrettert und Zugänge geschlossen. Damit sollte Vandalismus vorgebeugt werden.

Das ehemalige Einkaufszentrum soll bald abgerissen werden.
Das ehemalige Einkaufszentrum soll bald abgerissen werden. © Guido Bludau © Guido Bludau

Immer wieder Einbrüche und Vandalismus

Der Komplex am Wulfener Markt ist zweigeteilt. Die eigentliche Ladenpassage mit Geschäftsstraße und Wohnungen auf mehreren Ebenen soll nun abgerissen werden. Der zweite Teil ist der ehemalige Globus- bzw. Toom-Markt mit eigener Tiefgarage. Aktuell dient er als Lager, ist noch komplett intakt und gehört einem anderen Besitzer. Dieser Bereich grenzt zwar direkt an die Ladenpassage, wird aber aktuell noch genutzt und auch gepflegt.

Trotzdem kommt es auch immer wieder zu Einbruchversuchen und Vandalismus. Erst am 23. Januar 2021 wurden vier junge Männer bei einem versuchten Einbruch vom Wachschutz erwischt und der Polizei übergeben.

„Dies ist nur ein Beispiel von vielen aus den vergangenen Jahren. Dabei ist es egal, ob es dunkel ist oder nicht. Trotz zahlreicher Schilder und Hinweise auf die regelmäßigen Kontrollen und die Überwachung mit Kameras gibt es immer wieder Personen, die hier eindringen“, berichtet Dennis Recksing vom Revier Wachschutz.

Die Hinweisschilder zeigen eindeutig: Dieses Gelände darf nicht betreten werden.
Die Hinweisschilder zeigen eindeutig: Dieses Gelände darf nicht betreten werden. © Guido Bludau © Guido Bludau

Wachschutz mahnt: Betreten strafbar und nicht ungefährlich

Wiederholt versuchen Einbrecher, aber auch Neugierige, sich einen Weg in die Ruine zu bahnen. Dort sei zwar nicht viel zu holen, trotzdem werden Zäune oder Absperrungen zerstört, die der Wachschutz dann wieder herrichten muss.

Sehr oft seien es beispielsweise Altmetalldiebe. „Aber es kam auch schon vor, dass hier Leute eindringen, die Fotos und Videos von diesem ‚Lost Place‘ machen wollten“, erklärt Dennis Recksing. Auch das sei natürlich verboten und nicht ungefährlich.

„Jeder Einbruch oder auch nur der Versuch wird von uns zur Anzeige gebracht. Wir können nur hoffen, dass die Leute diese Schilder und Absperrungen ernst nehmen und sich und andere nicht in Gefahr bringen“, mahnt Dennis Recksing.

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Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau

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