Die Polizei suchte die Unbekannten auch per Hubschrauber. (Symbolbild) © Archiv
Fahndung

Darum kreiste ein Hubschrauber über dem Dorstener Ortsteil Wulfen

Am frühen Dienstagmorgen sorgte der Einsatz eines Hubschraubers in Wulfen für ein paar schlaflose Minuten bei einigen Bürgern. Grund war ein nächtlicher Polizeieinsatz.

Ein Zeuge hatte beobachtet, wie sich Personen an einem an der Barkenberger Allee geparkten Wagen zu schaffen machten und vermutete, die Unbekannten wollten den Katalysator demontieren. Der Zeuge alarmierte die Polizei.

Die Tatverdächtigen fuhren in einem weißen Kleintransporter Richtung Wulfen.

Auch vom Boden aus wurde gefahndet.
Auch vom Boden aus wurde gefahndet. © Guido Bludau © Guido Bludau

Dort entdeckte eine Streifenwagenbesatzung das verdächtige Fahrzeug auf einem Tankstellengelände. Die mutmaßlichen Autoknacker flüchteten mit hoher Geschwindigkeit über Straßen im Wohngebiet und letztlich in eine Sackgasse am Chattenweg. Zu Fuß flüchteten die beiden Männer weiter in ein Waldstück.

Die weiteren Fahndungsmaßnahmen unter anderem mit Unterstützung aus einem Hubschrauber brachten zunächst keinen Erfolg. Das zurückgelassene Auto wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Personenbeschreibungen liegen vor

Es liegen folgende Beschreibungen der Tatverdächtigen vor: ca. 25-30 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß, braunes Haar. Um weitere Zeugenhinweise wird unter Tel. (0800) 2361 111 gebeten.

Im Kreis Recklinghausen und Bottrop sind in den vergangenen Monaten vermehrt Katalysatoren von geparkten Pkw gestohlen worden. Zuletzt am frühen Montagmorgen (21. Juni) an der Heinrichstraße in Recklinghausen.

Die Diebe haben es offensichtlich vermehrt auf Edelmetalle (Platin, Palladium und Rhodium) abgesehen, die als Beschichtungen in Katalysatoren verbaut sind. Hintergrund sind gestiegene Rohstoffpreise.

Fallzahlen sprunghaft gestiegen

Die Fallzahlen waren in mehreren nordrhein-westfälischen Städten im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen – so auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen.

Häufig machen sich die Diebe an Fahrzeugen älterer Bauart zu schaffen, da die Katalysatoren bei diesen gut erreichbar in der Mitte des Wagenbodens verbaut sind. Meistens wurden die Pkw aufgebockt und die Bauteile aus der Auspuffanlage herausgeflext bzw. geschnitten. Betroffen waren sowohl im öffentlichen Raum abgestellte Privatwagen als auch Pkw auf Flächen von Autohändlern oder Werkstätten.

Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Personen an abgestellten Autos beobachten, in jedem Fall umgehend die 110 zu wählen und so unter Umständen zum Ergreifen von Tatverdächtigen beizutragen.

In Garagen oder auf eingezäunten Grundstücken stehen Pkw vergleichsweise sicher. Autofahrern, die nicht über einen solchen Stellplatz verfügen, kann nur geraten werden, möglichst an belebten und beleuchteten Straßen zu parken. Dort ist das Risiko für Diebe höher, entdeckt zu werden, als an dunklen Nebenstraßen.

Tipps des Landeskriminalamtes

Darüber hinaus rät das Landeskriminalamt NRW: Nutzen Sie elektronische Kraftfahrzeugsicherungen (z. B. Neigungssensoren). Wird ein Auto mittels Wagenheber angehoben, löst das System einen Alarm aus und sendet diesen z. B. an das Smartphone des Eigentümers.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau

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