Zwei kreative neue „Bürger des Ruhrgebiets“

Wiesemann und Ohnesorg

Ein Kardinal und ein Sternekoch waren es schon. Jetzt sind zwei Kulturschaffende zu "Bürgern des Ruhrgebietes" erkoren worden - nämlich Franz Xaver Ohnesorg, der Intendant des Klavierfestivals Ruhr, und Reinhard Wiesemann, Kunstmäzen und Vater des originellen Essener "Unperfekthauses".

ESSEN

, 05.11.2015, 13:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Verein pro Ruhrgebiet mit Sitz in Essen - 350 Unternehmen und Privatpersonen gehören dazu - verleiht diese undotierte Auszeichnung seit 1981. Die bekanntesten Träger des Ehrentitels waren Kardinal Franz Hengsbach und Bundespräsident Johannes Rau. Aber auch der amtierende Bundestagspräsident Norbert Lammert, Sternekoch Berthold Bühler und Ursula Gather, die Rektorin der TU Dortmund, dürfen sich mit dem Titel schmücken.

Ein Musikmanager und ein Kunstmäzen

Ohnesorg sei ein international anerkannter Musikmanager und unermüdlicher Netzwerker, teilte der Verein mit. "Unter seiner Intendanz hat sich das Klavierfestival Ruhr zum größten Pianistentreffen der Welt entwickelt."

Sehr viel ungewöhnlicher ist die Wahl des zweiten Preisträgers, der aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung gefunden wurde. Der Macher und Mäzen Reinhard Wiesemann, der sein Geld mit einer Computerfirma verdient hat, gründete 2004 das charmante Unperfekthaus - ein originelles Künstlerhaus in der nördlichen City von Essen, das jedem offen steht. Ein Generationen-Kult-Haus gleich nebenan, in dem Menschen jeden Alters zusammen wohnen, und ein Hotel in der Essener Villa Vogelsang kamen dazu.

Potenzial der Region

"Mit Ohnesorg, dem Musikmanager von Weltrang, und Wiesemann, dem experimentierfreudigen Zukunftsmacher, ehrt pro Ruhrgebiet zwei Persönlichkeiten, die das kulturelle und kreative Potenzial der Region repräsentieren", so Helmut an de Meulen, Vorstand von pro Ruhrgebiet. Die Preise werden am 15. Dezember im Chor-Forum Essen übergeben.

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