Zwei Hunde an Giftködern verendet - Facebook-Gruppe gegründet

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Rund zwei Wochen ist es her, dass in Velen ein Hund an einer Vergiftung, vermutlich durch einen Giftköder, verendet ist. Am vergangenen Sonntag kam erneut jede Hilfe für einen Hund zu spät.

von Lars Johann-Krone

Velen

, 25.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Laut Polizei hatte das Tier an der Straße Am Tiergarten etwas Unbekanntes gefressen. Wenig später sei der Hund gestorben.

Nach Angaben des Halters seien Tierärzte aufgrund der Symptomatik davon ausgegangen, dass der Hund Schneckenkorn aufgenommen hatte. Ähnlich ist es schon bei einem Hund einer Velenerin gewesen. Er starb am 7. Juli und zeigte kurz vor seinem Tod ebenfalls Vergiftungssymptome.

„Ich dachte, ich sehe nicht richtig, als ich von der Nachricht gehört habe“, sagte Manuela Fahrland, Gründerin der Facebook-Gruppe „Wir Velener – gemeinsam gegen Giftköder“. Mit anderen Mitgliedern der Gruppe hatte sie in der vergangenen Woche Schilder aufgehängt, die auf die mögliche Gefahr von Giftködern hinweisen. „Wir hatten die Erlaubnis für die Schilder vom Grafen von Landsberg-Velen allerdings nur für einige Tage“, sagte Fahrland.

Aktionen besprochen

Sie und ihre Mitstreiter haben sich am vergangenen Wochenende getroffen, um weitere Aktionen zu besprechen. „Wir wollen das Gespräch mit der Stadtverwaltung suchen“, sagte Fahrland. Sie hofft auf die Möglichkeit, weitere Stationen aufzustellen, an denen Hundekot-Tüten mitgenommen und auch entsorgt werden können.

„Vielleicht räumen einige Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihres Tieres dann eher weg. So könnten Konflikte aus der Welt geschafft werden. Eventuell können wir auch dauerhaft Warnschilder im Wald aufhängen, oder Schilder, die darauf hinweisen, dass Hundebesitzer den Kot ihres Tieres wegräumen sollen“, erklärte Fahrland.

Traum von Hundewiese

Auch über ihren Traum einer Hundewiese in Velen wolle sie mit der Verwaltung der Stadt sprechen. „Denn aktuell gleicht ein Spaziergang mit dem Hund dem Laufen auf einem Minenfeld“, ergänzt die Hundebesitzerin.

Sie weist darauf hin, dass die Gruppe auch per E-Mail unter GemeinsamGegenGiftkoeder@gmx.de erreichbar sei.

  • Die Kreispolizei bittet in diesen Fällen um Hinweise unter Tel. 02861/9000.
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