Zustimmung für die Corona-App - 148 neue Todesfälle in den Niederlanden

dzCoronavirus

Große Zustimmung gibt es in den Niederlanden für eine Corona-App. Dafür sind die Niederländer auch bereit, einen Teil Privatsphäre aufzugeben. 2.396 Corona-Tote gibt es dort mittlerweile.

Winterswijk/Enschede (NL)

, 09.04.2020, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Donnerstagmittag meldete das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt 21.762 Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus in den Niederlanden. Das waren 1.213 Fälle mehr als noch am Vortag.

In Krankenhäuser eingewiesen wurden im Nachbarland 7.972 Menschen, allein 237 in den letzten 24 Stunden. Und auch die Zahl der Corona-Toten hat sich erhöht: 2.396 Menschen sind Opfer der Krankheit geworden, 148 mehr als am Mittwoch.

Trotz der Zahlen ist das Institut zuversichtlich: „Die Zahlen der letzten Tage passen immer noch zum Bild, dass die Verbreitung von COVID-19 langsamer ist, als wenn keine Maßnahmen ergriffen worden wären.“

Zustimmung für Corona-App

Zwei Drittel der Personen, die am Donnerstag, 9. April, an einer Umfrage der niederländischen Tageszeitung Algemeen Dagblatt teilgenommen haben, möchten, dass eine Corona-App hilft, das Virus zu bekämpfen, auch wenn ein Stück Privatsphäre aufgegeben werden muss.

Insbesondere ältere Menschen möchten demnach eine App: Drei Viertel der über 60-Jährigen würden eine solche App installieren, sobald sie verfügbar ist. Dies geht aus den Ergebnissen der Umfrage auf der Webseite der Tageszeitung hervor. Die verzeichnete mehr als 30.000 Besucher innerhalb von vier Stunden.

Apps bereits in verschiedenen Ländern im Einsatz

Apps werden bereits in verschiedenen asiatischen Ländern verwendet - Südkorea, Singapur, Taiwan, China - Österreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich testen noch. Die Technologie unterscheidet sich hier und da, aber die Niederlande entscheiden sich wahrscheinlich für eine App, die auf Bluetooth basiert: Jedes Mal, wenn sich ein Telefon in der Nähe eines anderen Geräts befindet, folgt eine kurze digitale Begrüßung, bei der die Telefone Daten austauschen.

Jetzt lesen

„Wenn Sie später mit dem Coronavirus infiziert werden, erhält jeder, der sich für einen bestimmten Zeitraum in Ihrer Nähe befand, eine Nachricht“, sagt Bart Preneel, Professor für Cybersicherheit (KU Leuven) und Mitentwickler der Corona-App.

28 Menschen aus dem Achterhoek im Krankenhaus

Die Zahl der mit dem Coronavirus in ein Krankenhaus eingewiesenen Achterhoeker nimmt nach Angaben der Tageszeitung de Gelderlander stetig zu. Insgesamt sind jetzt 28 Personen im Krankenhaus. Im Vergleich zum Mittwoch sind damit vier weitere Patienten im Krankenhaus.

Winterswijk: Freitag und Ostern länger geöffnet

Supermärkte in Winterswijk haben am Karfreitag und Ostern länger geöffnet: Kunden können am Freitag bis 22 Uhr einkaufen. Außerdem öffnen die Läden Ostern ab 8 Uhr.

Lesen Sie jetzt