Wegen Krebsrisiken: Zahl der Glyphosat-Klagen gegen Bayer steigt weiter stark an

Bayer

Die Zahl der Klagen gegen Bayer wegen glyphosathaltiger Unkrautvernichter in den USA steigt um mehrere tausend. Auf das Leverkusener Unternehmen wartet ein milliardenschwerer Vergleich.

Leverkusen

27.02.2020, 09:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bayer muss wegen zunehmender Glyphosat-Klagen mit milliardenschweren Vergleichszahlungen rechnen.

Bayer muss wegen zunehmender Glyphosat-Klagen mit milliardenschweren Vergleichszahlungen rechnen. © picture alliance/dpa

Im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter ist die Anzahl der Klagen gegen Bayer weiter gestiegen. Bis zum 6. Februar wurden etwa 48.600 Klagen zugestellt, wie der Agrarchemie- und Pharmakonzern am Donnerstag bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2019 in Leverkusen mitteilte. Bayer hatte die Zahl der zugestellten Klagen zuletzt im Oktober mit etwa 42.700 angegeben.

Die Leverkusener und der 2018 übernommene US-Saatguthersteller Monsanto hatten in den ersten drei Glyphosat-Prozessen hohe Schadenersatzurteile kassiert. Der Konzern will die Schuldsprüche in Berufungsverfahren aufheben lassen. Hinter den Kulissen laufen aber auch Vergleichsgespräche unter Führung des Mediators und Staranwalts Ken Feinberg auf Hochtouren. Alle weiteren Verfahren wurden daher vertagt, um den Streitparteien Zeit für Verhandlungen zu verschaffen. Die meisten Analysten rechnen mit einem milliardenschweren Vergleich.

dpa

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