Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne in Schöppingen

dzPläne für Wohnbebauung

Auf dem Geländer der Zentralen Unterbringungseinrichtung für Asylbewerber in Schöppingen sollen Wohnungen entstehen. Diplom-Ingenieur Martin Bauer hat die Pläne dazu dem Gemeinderat vorgestellt.

von Rupert Joemann

Schöppingen

, 03.07.2020, 14:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Gemeinderat hat den nächsten Schritt hin zu einem Wohngebiet auf der Fläche der jetzigen Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) gemacht. Der Rat votierte einstimmig dafür, den vorgestellten Plan in die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange zu geben.

Die ehemalige Kaserne

  • Seit mehr als 20 Jahren reiben sich die Schöppinger – oft sehr emotional – nun schon an der Flüchtlingsunterkunft.
  • Die ehemalige Kaserne auf dem Berg wurde zunächst ab 1989 als Aufnahmeeinrichtung für Aus- und Übersiedler eingerichtet.
  • Seit 1991 dient sie dem Land NRW als Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Asylbewerber.
Diplom-Ingenieur Martin Bauer (Planquadrat Dortmund) stellte die aktuellen Pläne vor. Demnach sind auf der Fläche 47 Einzel- und sechs Mehrfamilienhäuser geplant. Auf den Grundstücken der Einfamilienhäuser können auch Doppelhaushälften entstehen. In den Mehrfamilienhäusern sind höchstens acht Wohnungen zulässig.

Die Einfamilienhäuser auf dem ehemaligen Kasernengelände dürfen zwei Vollgeschosse, die Mehrfamilienhäuser drei Vollgeschosse haben. Bei den Einfamilienhäusern ist sowohl ein Zeltdach bis 25 Grad (Stadtvilla) und einer Traufhöhe von 6,5 Metern als auch ein Satteldach bis 45 Grad möglich. Bei den Mehrfamilienhäusern sind es bei einem Satteldach eine Traufhöhe von 6,5 Metern und eine Dachneigung von bis zu 38 Grad. Mehrfamilienhäuser mit einem Flachdach dürfen eine Traufhöhe von 9,5 Metern haben.

Rund acht Hektar großes Areal

Das rund acht Hektar große Areal soll von einer 7,5 Meter breiten Ringstraße an zwei Stellen von der Berliner Straße erschlossen werden. Die untergeordneten Straße sollen, so sehen es die Planungen vor, 6,5 Meter breit sein.

Martin Bauer erklärte, dass ein Verbot von Schottergärten vorgesehen sei.

Die Einfriedungen zur Straße hin soll nur mit Hecken erlaubt sein, ebenso wie die Eingrünung von Müllplätzen vor dem Haus. Damit solle Wildwuchs verhindert werden, so Bauer. „Dadurch bekommt man einen netten Straßenraum.“

Thomas Pacholak (CDU) sprach sich gegen ein Verbot aus. Seiner Meinung nach sollte die Gemeinde lieber mit Anreizen arbeiten.

Den Wald in Planung mit aufnehmen

Rüdiger Kremser (SPD) regte an, darauf zu dringen, dass „der Wald nicht als Ablageplatz missbraucht“ wird. Bürgermeister Franz-Josef Franzbach nahm die Anregung auf und will sie in die Kaufverträge mit einbringen.

Das Regenrückhaltebecken ist an der niedrigsten Stelle des Gebiets, hin zur Bergstiege, vorgeplant.

Dr. Maria Vormann (UWG) wies darauf hin, dass das Regenrückhaltebecken so groß dimensioniert werden solle, um auch bei einer Erweiterung des Baugebiets groß genug zu sein. „Es gibt noch keine ausgereiften Entwässerungspläne“, sagte Martin Bauer. Es sei erst in einem späteren Verfahrensschritt nötig.

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