Wirtschaftswege in Nordkirchen: Gemeinde saniert den Biefänger Weg

dzNeue Fahrbahn

Die Gemeinde muss dringend ihre Wirtschaftswege sanieren. 2019 haben die ersten Arbeiten begonnen, jetzt ist der Biefänger Weg an der Reihe. Davon profitieren nicht nur die Landwirte.

Nordkirchen

, 03.10.2020, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde setzt die Sanierung der Wirtschaftswege in Nordkirchen fort. Nachdem vor genau einem Jahr unter anderem der Prozessionsweg und der Weg Am Dammbach in Südkirchen auf einer Länge von rund 2,5 km saniert worden sind, ist jetzt der der Biefänger Weg in der Bauerschaft Piekenbrock an der Reihe.

Eine Strecke von knapp 1,7 Kilometern werde hier erneuert, wie Bauamtsleiter Josef Klaas auf Anfrage der Redaktion erläutert. Dass die Gemeinde dringenden Investitionsbedarf bei den Wirtschaftswegen hat, machte Bürgermeister Dietmar Bergmann bereits Ende 2019 im Rat deutlich. Vier Jahre lang stellt die Gemeinde deshalb jeweils 300.000 Euro, also insgesamt 1,2 Millionen Euro, bereit, um die Wege zu sanieren.

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So seien die Asphaltbeläge der Wirtschaftswege im Schnitt 40 bis 50 Jahre alt, erklärt Josef Klaas. Teilweise seien die Wege selbst „sicher schon Hunderte Jahre alt und wurden dann immer wieder verbessert“, so Klaas. Insgesamt hat die Gemeinde circa 65 Kilometer Wirtschaftswege.

Dass einige überhaupt so lange durchgehalten hätte, sei eher überraschend. Mittlerweile sei bei vielen Wegen allerdings der Punkt erreicht, an dem sich die Fahrbahnoberfläche „auflöst“, macht der Bauamtsleiter deutlich.

Auch der Klimawandel macht sich dabei bemerkbar. Zu einigen Schäden hätten zum Teil die trockenen Sommer der vergangenen Jahre beigetragen, sagt Klaas.

Was bei Gebäuden als „Sommerfrost“ bekannt ist, könne auch auf den Asphaltdecken der Wirtschaftswege festgestellt werden.

„Der Untergrund zieht sich bei Trockenheit zusammen und auf dem Asphalt bilden sich dann Risse“, erklärt Klaas. Das hänge auch mit dem vorwiegend lehmigen Untergrund in Nordkirchen zusammen, fügt er hinzu.

Von der Erneuerung der Wirtschaftswege sollen keinesfalls nur die Landwirte profitieren, die so schneller zu ihren Feldern gelangen. „Das war zwar der ursprüngliche Zweck der Wirtschaftswege“, sagt Klaas. Die Wege seien allerdings für alle Verkehrsteilnehmer nutzbar und sind auch zu wichtigen Verbindungsrouten für Radfahrer geworden.

Gemeinde gibt sechsstellige Summe für Sanierung aus

Gerade Fahrradfahrer finden auf den Wegen in und um Nordkirchen immer wieder Straßenbeläge mit - vorsichtig ausgedrückt - wechselnder Qualität vor. Für Radfahrer soll es hier bald einfacher von A nach B gehen. Dass die Arbeit mit 1,7 Kilometern Strecke nicht abgeschlossen ist, ist der Gemeinde klar. Die Gemeinde prüfe Schritt für Schritt, welche Abschnitte der Wirtschaftswege sanierungsbedürftig sind und dringend erneuert werden müssen.

Auf dem Biefänger Weg wird zurzeit eine neue Asphaltschicht aufgetragen. „Anschließend werden die Bankette wieder mit Schotter angeglichen und für den Begegnungsverkehr befestigt“, beschreibt der Bauamtsleiter. Insgesamt gibt die Gemeinde hier rund 185.000 Euro aus.

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