Winterbergs Bürgermeister: Ausflugsverbot wäre mein Wunsch gewesen

Ausflugs-Chaos

Im Wintersportort Winterberg im Sauerland sorgte ein großer Besucher-Andrang in den vergangenen Tagen für Chaos. Der Bürgermeister hätte sich ein Ausflugsverbot gewünscht.

Winterberg

31.12.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein LED-Hinweis-Schild mit der Aufschrift «Alle Parkplätze belegt!» steht an einer Kreuzung in der Nähe des Kahlen Astens.

Ein LED-Hinweis-Schild mit der Aufschrift «Alle Parkplätze belegt!» steht an einer Kreuzung in der Nähe des Kahlen Astens. © picture alliance/dpa

Der Bürgermeister des Wintersportortes Winterberg im Sauerland hat wegen des Besucher-Ansturms der vergangenen Tag nach eigenen Angaben erfolglos versucht, beim Land ein Ausflugsverbot für Tagestouristen zu erwirken. „Das wäre mein Wunsch gewesen, das gab es auch im Sommer in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der CDU-Politiker Michael Beckmann der „Rheinischen Post“.

„Aus dem Gesundheitsministerium hat man mir aber gesagt, dass das nicht geht. Das gibt die Corona-Schutzverordnung von NRW nicht her“, schilderte Beckmann. Die Stadt habe die Möglichkeit, ihre Straßen zu sperren. Das bringe aber nichts, da sich der Verkehr auf den Bundesstraßen staue.

Zahlreiche Ausflügler kamen nach Winterberg

„Dazu kommt: Selbst wenn ein Ausflugsverbot rechtlich möglich wäre, würde man es praktisch nicht kontrollieren können. Man müsste dann jedes einzelne Auto anhalten und überprüfen, ob die Insassen aus Winterberg kommen, Verwandte besuchen oder Tagesurlauber sind“, so Beckmann in der „RP“.

In den vergangenen Tagen und auch am Mittwoch waren zahlreiche Tagesausflügler unter anderem nach Winterberg gekommen. Lange Staus waren eine Folge. Winterberg und auch Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatten dazu aufgerufen, dies nicht zu tun, um große Menschenansammlungen in der Corona-Krise zu vermeiden.

dpa

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