Westfleisch in Coesfeld schließt Werk trotz 129 Corona-Fällen nicht

dzGroßschlachterei

Die Produktion in der Coesfelder Großschlachterei Westfleisch geht weiter, obwohl 129 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet wurden. Noch wurden nicht alle Beschäftigten überprüft.

von Viola Terhorst

Coesfeld

, 08.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Zahl der Infizierten klettert weiter. 129 positive Tests waren es bis Donnerstag allein bei Mitarbeitern der Großschlachterei Westfleisch in Coesfeld. Sie machen inzwischen einen Großteil der Neuinfizierten seit Samstag aus.

Die Tests gehen weiter, die Ergebnisse liegen noch längst nicht komplett vor. Der Kreis will alle 1200 Beschäftigte des Betriebes in Coesfeld flächendeckend und umgehend überprüfen, um damit Infektionsketten durch geeignete Maßnahmen konsequent zu unterbrechen.

„Die Eindämmung dieses Ausbruchs und damit die Gesundheit der Beschäftigten wie auch unserer Bevölkerung insgesamt hat oberste Priorität“, betont Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr.

Westfleisch teilte am Donnerstag mit, den Betrieb unter den erforderlichen, hohen hygienischen Auflagen eingeschränkt fortführen zu können. Zunächst hieß es laut Schulze Pellengahr, dass das Unternehmen deutlich gemacht habe, den Betrieb vorübergehend einstellen zu müssen. Nun geht es weiter.

„Ziel ist es, dass die Produktion weiter aufrechterhalten wird“, so Unternehmenssprecher Philipp Ley. „Ein heute Vormittag vermuteter gravierender personeller Engpass hat sich im Laufe des Tages deutlich relativiert, so dass wir in einem reduzierten Umfang weiter produzieren.“

Auch in dieser Hinsicht erfolge das weiteres Vorgehen „in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden von Kreis und Stadt“. Und die Quarantäne, die Mitarbeiter, was ist damit? „Die Firma sieht vor, positiv getestete Beschäftigte, wie bereits jetzt auch schon, in zusätzlich angemieteten Unterkünften zusammenzufassen, um die Quarantäne konsequent zu gewährleisten“, erklärt Landrat Schulze Pellengahr.

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