Weseler Landrat spricht sich bei Wölfen für Abschuss aus

Wolfsnachweise

Der neue Weseler Landrat Ingo Brohl (CDU) bewertet die im Raum Schermbeck vorkommenden Wölfe anders als sein Amtsvorgänger. Brohl hält einen Abschuss für richtig, wenn dies rechtlich möglich ist.

Schermbeck

07.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zwei Wölfe sind mittlerweile im Wolfsgebiet Schermbeck ortstreu geworden.

Zwei Wölfe sind mittlerweile im Wolfsgebiet Schermbeck ortstreu geworden. © BZ

Ingo Brohl (CDU), der neue Landrat des Kreises Wesel, bewertet die in der Region ansässig gewordenen Wölfe anders als sein Amtsvorgänger Dr. Ansgar Müller. Falls es rechtlich möglich sei, hält Brohl eine Tötung der Tiere für richtig. Wie berichtet, trifft aber nicht der Kreis diese Entscheidung.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) bestätigt weitere Wolfsnachweise im Wolfsgebiet Schermbeck. Die genetischen Ergebnisse beruhen auf den Untersuchungen des Senckenberg-Forschungsinstituts in Gelnhausen, teilt das Amt mit.

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Am 28. August wurde in Schermbeck ein totes Rotwildkalb gefunden. Mit der DNA-Analyse sei der im Territorium Schermbeck ortstreue Rüde GW1587m nachgewiesen worden, heißt es. Ein weiterer Nachweis des Rüden gelang am 22. September nach der Probe, die von einem Rehkadaver auf einer Wiese bei Kirchhellen genommen worden war.

Weitere Proben untersucht

Über den Fund zweier Losungen am 20. Juni und am 20. September in Hünxe konnte ebenfalls ein Wolf nachgewiesen werden. Welches Tier es ist, sei noch unklar, so das Amt.

Am 25. Oktober gelangen in Kirchhellen mit einer Fotofalle Aufnahmen von zwei Wölfen. Alle Dateien wurden durch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf geprüft. Und: In der Nacht auf den 26. Oktober wurde, wie berichtet, ein Pony auf einer Wiese bei Kirchhellen getötet. Ob es ein Wolf war, wird noch untersucht.

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht sei es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probe für die genetische Auswertung zu sichern. Tierhaltern wird empfohlen, sich nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Lanuv zu wenden.

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