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Weißstörche und Wildgänse landen wieder

Lippeauen

Während einer Exkursion zu den ehemaligen Rieselfeldern der Stadt Werne konnten sich die Teilnehmer selbst überzeugen: Es tut sich was in den Lippeauen.

WERNE

12.05.2011
Weißstörche und Wildgänse landen wieder

Klaus Klinger stellte einige Ziele des Konzepts vor, das sich unter anderem am Landesentwicklungsplan des Bundesamtes für Naturschutz orientiert. Foto: Plamper

Rolf Ohde und Klaus Klinger von der Biologischen Station und Vogelkundler Klaus Nowack nahmen Mitglieder des NABUs sowie interessierte Natur- und Heimatfreunde mit auf eine Reise in die vielfältige Vogelwelt der Lippeaue zwischen der B 233 und Rochuskapelle.

Mit dabei waren auch Gerlinde und Dieter Schiefelbein aus Werne. "Unsere erste Wanderung Anfang Mai durch die Lippeauen hat uns so begeistert, dass wir nun mehr von der Natur vor unserer Haustür erfahren möchten", so das Paar. Ihre neue Leidenschaft verdanken sie eigentlich dem Zufall. Dieter Schiefelbein, ein passionierte Radler, erfuhr auf einer seiner Radtouren von den Exkursionen der Biologischen Station Heil. "Ein bisschen beeinflussen diese Wanderungen sogar unsere heimische Gartengestaltung", verriet Gerlinde Schiefelbein.Im Jahr 2010  begannen der Kreis Unna und der Lippeverband  mit den ersten umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen im Bereich der Lippeauen. Klaus Klinger stellte einige Aspekte des sogenannten landschaftsökologischen Entwicklungskonzepts vor, das sich unter anderem am Landesentwicklungsplan des Bundesamtes für Naturschutz orientiert.

So sollen  unter anderem auf den weitläufigen Acker-, Grün- und Weide- bzw. Mahdflächen kleine Biotope und Lebensräume für beheimatete und selten gewordene Tier- und Pflanzenarten entstehen. Im Rahmen der ersten gewässerökologischen Maßnahmen sind bereits verschiedene Staugewässer und Feuchtareale entstanden, die sogar schon Weißstörche und verschiedene Wildgänsearten anlockten. Was das Herz des Naturfreundes und auch des Vogelkundlers Klaus Nowack höher schlagen lässt, geht den Landwirten nach ihrer Aussage an die wirtschaftliche Substanz. Ein Problem, dessen sich auch Bernd Margenburg, Vorsitzender des NABU-Kreisverbandes, bewusst ist. "Boden ist eben nicht vermehrbar." Zudem käme noch verschärfend hinzu, dass im Lippeauenbereich auch noch Ausgleichsflächen zu berücksichtigen seien.

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