Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mit 50 Jahren noch topfit

WERNE Sie ist mit 50 Jahren nicht mehr die Jüngste, hat außerdem in einem steinalten Gemäuer ihr Domizil - und dennoch kann von "verstaubt" keine Rede sein. Kurzum: Die Stadtbücherei Werne ist topfit, eine quicklebendige und erfolgreiche Bildungseinrichtung.

von Von Rudolf Zicke

, 02.11.2007

Dass die Bücherei einmal zu den wichtigsten und unverzichtbaren Einrichtungen Werne zählen würde, das haben sich die Stadtväter des Jahres 1952 wohl nicht so richtig vorstellen können. Sie fassten damals zwar den Beschluss zum Aufbau einer öffentlichen Bibliothek, benötigten aber immerhin fünf Jahre bis zur Umsetzung.

3000 Bücher

Geld, Personal- und Raumfragen spielten dabei eine Rolle, von den kirchlichen Büchereien war die geplante "Konkurrenz" auch nicht gerade wohl gelitten.

Und doch: Trotz aller Widerstände öffnete die Bibliothek am 6. November 1957 im Obergeschoss des Jugendheims an der Freiherr-vom Stein-Straße ihre Bücherregale. Ganze 3000 Bücher befanden sich in der Ausleihe, doch das schreckte die lesehungrigen und wissensdurstigen Werner nicht.

Die Ausleihzahlen stiegen, der Platz in dem ohnehin von vornherein als Übergangslösung angesehenen Domizil im Jugendheim wurde äußerst knapp.

Nach dem Motto: "Schlechter kann's ja nicht werden" zogen Bücher und Bücherei-Team 1974 ins zweite Provisorium, in eine Holzbaracke am Griesetorn-Parkplatz. Auch wenn es in dem Behelf im Winter nicht so recht warm werden wollte, dafür im Sommer umso heißer - mit rund 320 Quadratmetern stand hier im Vergleich zum Jugendheim die dreifache Größe zur Verfügung.

Chance genutzt

Analog dazu stieg die Zahl der Bücher, der Leser und der Ausleihen explosionsartig. Und schnell wurde eines klar: Die Bücherei musste ein weiteres Mal expandieren, d.h. wandern.

Die beste Chance bot die Restaurierung des Alten Steinhauses am Moormannplatz, das außerdem einen Neubautrakt zum Steinhauscenter erhielt: Mit dem Umzug in das neue Domizil im Jahre 1983 wurden traumhafte Verhältnisse geschaffen: eine Fläche von 900 Quadratmetern, Bücherabteilungen auf zwei Etagen, großzügige Arbeitsräume.

Und all das auch noch im Herzen der Stadt.

Lesen Sie jetzt