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Ein reitender Bote und Feuerschlucker

Stadtspiel

Wie mag es vor 650 Jahren gewesen sein? In einer Pferdekutsche könnte der damalige Fürstbischof von Münster im Jahr 1362 angereist sein, um die Urkunde mit der Erlaubnis alljährlich an Simon und Juda Markt abzuhalten, zu überbringen.

WERNE

von Von Elisabeth Plamper

, 14.06.2012
Ein reitender Bote und Feuerschlucker

Das Gesamtkonzept des Stadtspiels, das auf dem Marktplatz stattfinden wird, stellte Forstmann jetzt in einer ersten offenen Informationsveranstaltung vor.

Und so sieht es auch das Drehbuch zum geplanten Stadtspiel im Jubiläumsjahr am 15. September 2012 vor. Geschrieben wird es derzeit von Gottfried Forstmann, Vorsitzender Freilichtbühne, mit viel Herzblut und Fantasie, denn ihm stehen nur sehr wenige historische Dokumente zur Verfügung. Zudem arbeiten weitere Mitglieder der Freilichtbühne schon unermüdlich an Kostümen und Requisiten.

Das Gesamtkonzept des Stadtspiels, das auf dem Marktplatz stattfinden wird, stellte Forstmann jetzt in einer ersten offenen Informationsveranstaltung vor. Die Schlüsselszene ist ähnlich wie beim Spiel „Die Kapuziner kommen“ als buntes Markttreiben geplant. Ein reitender Bote kündigt dann die Ankunft des Bischofs an. Doch bevor dieser zum Ende des Stücks die Urkunde überbringt, erfahren die Zuschauer so manches aus dem mittelalterlichen Leben, kleine Gaunereien, Liebeleien, Klatsch und Tratsch inklusive. Als Höhepunkt verspricht Forstmann einen Zeitsprung ins das Jubiläumsjahr. Den musikalischen Part gestalten unter anderen heimische Chöre. Das Schauspiel-Ensemble der Werner Freilichtbühne hält zwar die Fäden für das Stadtspiel in der Hand, aber wie bei der Inszenierung des Spiels zum Kapuziner-Jubiläum ist auch diesmal die Mitwirkung der Werner Bürger gefragt. Forstmann appelliert dabei insbesondere an das Engagement der örtlichen Vereine. Sie können sich nicht nur an dem Schauspiel selbst beteiligen, sondern auch ein kleines mittelalterliches Rahmenprogramm am Spieltag mitgestalten.

So plant der Vorsitzende der Freilichtbühne  die Beschickung von Ständen auf dem Kirchplatz am Spieltag, an denen Getränke und diverse Speisen angeboten werden, umrahmt vom Treiben verschiedener „Gaukler“ und Feuerschlucker. Der Erlös solle in Absprache mit den Helfern dann gespendet werden, so Forstmann. Das Stadtspiel sei auch als ein Dank an die Stadt gedacht. „Wir bekommen so viel und können nun auch etwas zurück geben.“ Die nächste offene Versammlung findet am Mittwoch, 20. Juni, um 19 Uhr im Fachwerkhaus der Freilichtbühne am Südring statt. Gesucht werden unter anderem noch Statisten und Helfer hinter den Kulissen.