„Wenn die Dinge gut laufen“: Spahn hofft auf Corona-Impfstoff für Kinder im Sommer

Corona-Impfstoff

Bisher gibt es in Deutschland keinen zugelassenen Corona-Impfstoff für Kinder. Gesundheitsminister Jens Spahn macht Hoffnung, dass sich das schon im Sommer ändern könnte.

05.02.2021, 21:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, hält einen Impfstoff für Kinder in diesem Jahr nicht für unwahrscheinlich.

Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, hält einen Impfstoff für Kinder in diesem Jahr nicht für unwahrscheinlich. © picture alliance/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen für Kinder und Jugendliche geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus für diesen Sommer in Aussicht gestellt. Derzeit gebe es noch keinen für Kinder und Jugendliche zugelassenen Impfstoff, sagte Spahn, der als Gast bei der Jahresauftakt-Klausur der hessischen Union am Freitagabend online zugeschaltet war. Das Vakzin von Biontech/Pfizer sei ab 16 Jahren zugelassen, die beiden anderen Impfstoffe von Moderna und Astrazeneca ab 18 Jahre.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen sei dies ein Problem. Es gebe eine Reihe von Herstellern, bei denen Studien mit Kindern und Jugendlichen liefen, von drei oder vier Herstellern wisse er dies sicher. „Wir gehen davon aus, toi, toi, toi, wenn die Dinge gut laufen, dass wir im Sommer auch einen Impfstoff haben, der eben dann Kinder und Jugendliche schützen kann.“

„Erwartungen an den Impfstart waren zu hoch“

Spahn gab zu, dass der Start der Impfkampagne Ende Dezember schwierig war. „Es war irgendwie auch die Erwartung größer, im Nachhinein hätte man vielleicht noch stärker auch Erwartungsmanagement machen müssen“, sagte der Minister. „Ich hab‘ gedacht, nachdem wir sechs Wochen über Priorisierung, Knappheit, Ethikrat, Bundestag diskutiert haben im Dezember, dass irgendwie klar ist, das wird schwierig am Anfang.“

Nach dem Impfstart sei angesichts der Pandemiemüdigkeit „die Erwartung auf einmal ganz, ganz groß“ gewesen, „dass das jetzt ganz, ganz schnell geht“. Der Weg sei begonnen, „aber es ist noch ein Stück Weg“, sagte Spahn. Mindestens die nächsten neun bis zehn Wochen dürften nun noch von starker Impfstoff-Knappheit geprägt sein, „und dann im zweiten Quartal wird’s sicher besser“, so Spahn.

RND/dpa

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