Weniger Erdbeeren in 2020 – Hof Pröbsting überrascht aber mit Fazit

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Die Erdbeer-Saison ist vorbei und die Landwirte ziehen Bilanz. Die Ernte im Land ging im Vergleich zu 2019 deutlich zurück. Das Resümee vom Hof Pröbsting in Capelle dagegen überrascht.

Nordkirchen

, 15.08.2020, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von April bis Juli sind sie der Verkaufshit auf den Feldern der Region: Erdbeeren. Selbst gepflückt oder ernte-frisch in der Schale, ist die rote Frucht bei Jung und Alt beliebt. Nun wurde das landesweite Ergebnis der diesjährigen Erdbeer-Saison bekannt gegeben. Das Fazit des Hof Pröbsting überrascht.

Ernte um 41,4 Prozent geringer als 2019

Laut Statistischem Landesamt (IT.NRW) wurden in der Erdbeer-Saison 2020 im Freiland durchschnittlich 41,4 Prozent weniger Erdbeeren geerntet, als noch im Jahr zuvor.

„Maßgeblich hierfür waren neben der reduzierten Anbaufläche Nachtfröste während der Blüte Anfang Mai sowie die trockenen und heißen Witterungsbedingungen zu Beginn der Vegetation“, heißt es in einer Pressemitteilung von IT.NRW.

Auf dem Hof Pröbsting hatte das offenbar kaum Auswirkungen. „Wir hatten nur leichte Frostschäden im Mai“, gibt Sophia Pröbsting an. Der Hof habe im Vergleich zu anderen Erdbeerbauern – die teilweise die Hälfte ihrer Ernte durch den Frost verloren haben – also Glück gehabt.

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Bewässerung schlägt sich auf den Preis nieder

Auch die Trockenheit bekamen sie und ihr Team durch Bewässerung in den Griff. Die Kosten dafür sorgten allerdings dafür, dass der Preis für Erdbeeren leicht erhöht werden musste.

Die Dürre hatte aber auch einen Vorteil: „Da es relativ trocken war, hatten wir kaum Probleme mit Krankheiten an den Pflanzen“, verrät Pröbsting.

Trotz der Preiserhöhung waren die Erdbeeren in diesem Jahr so beliebt, dass Sophia Pröbsting von einer „super Saison“ spricht. Das habe vermutlich auch an den Corona-Beschränkungen und den begrenzten Freizeit-Möglichkeiten gelegen: „Viele wollten draußen etwas unternehmen. Familien mit Kindern haben den Besuch bei uns als Ausflug genutzt“, stellte Pröbsting fest.

Alle Erdbeeren abgeerntet

Der Andrang auf den Selbstpflück-Feldern des Hofes sei zeitweise so groß gewesen, dass „Ausweichfelder“ geöffnet werden mussten, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

Für sämtliche Erdbeerfelder kann Sophia Pröbsting vermelden: „Wir haben bei uns alles abgeerntet.“ Dass ist nicht selbstverständlich. Auf vielen Feldern in NRW fehlten Erntehelfer, sodass vielerorts Erdbeeren auf den Feldern verblieben.

Der Hof Pröbsting konnte dagegen auf alle Erntehelfer zurückgreifen, auch wenn das anfangs noch nicht sicher war: „Zu Beginn der Saison war noch unklar, ob unsere rumänischen Helfer einreisen dürfen“, sagt Sophia Pröbsting.

Mitte Juli verließen dann die letzten Erdbeeren des Jahres den Hof. Zurück blieben leere Felder und eine zufriedene Sophia Pröbsting.

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