Was die neuen Lockdown-Regeln für die Urlaubsplanung bedeuten

Tourismus

Der Lockdown wurde bis zum Start der Osterferien verlängert - die nächste Bund-Länder-Konferenz ist am 22. März. Fällt der Osterurlaub damit ins Wasser?

05.03.2021, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
In welcher Form Reisen um Ostern erlaubt sein werden, ist noch nicht in trockenen Tüchern.

In welcher Form Reisen um Ostern erlaubt sein werden, ist noch nicht in trockenen Tüchern. © picture alliance/dpa/ZUMA Wire

Der allgemeine Corona-Lockdown in Deutschland wird bis zum Start der Osterferien verlängert, allerdings haben Bund und Länder auch Kriterien für weitere Öffnungsschritte festgelegt. Das geht aus dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Mittwoch hervor.

Gelockert werden bereits ab dem 8. März die Kontaktbeschränkungen. Demnach dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen – Paare sollen generell als ein Hausstand zählen. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 fällt, können Treffen von bis zu zehn Personen aus drei Haushalten erlaubt werden. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht in diese Rechnung, sie dürfen extra hinzukommen.

Lockerungen soll es ab dem 8. März auch für Buchläden, Blumengeschäfte und Gartenmärkte geben. Alle weiteren Öffnungsschritte folgen dem Beschluss nach einem fünfstufigen Plan. An dem strengen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner als Grenze für Lockdown-Lockerungen halten Bund und Länder hier nicht mehr fest. Künftig sollen ein stabiler Inzidenzwert zwischen 50 und 100 für Öffnungsschritte unter klaren Schutzmaßnahmen gelten.

Tourismusbranche bleibt mit Lockdown-Verlängerung ohne Perspektive

Die Tourismusbranche pocht seit Langem auf eine Perspektive, doch die bleibt der Beschluss von Bund und Ländern schuldig. Über mögliche Öffnungen von Hotels wurde nicht beraten. Dazu heißt es: „Über weitere Öffnungsschritte und die Perspektive für die hier noch nicht benannten Bereiche aus den Branchen Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels werden die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder am 22. März 2021 im Lichte der Infektionslage unter Berücksichtigung der angelaufenen Teststrategie, des Impfens, der Verbreitung von Virusmutanten und anderer Einflussfaktoren beraten.“

Deutsche sollen auf Reisen verzichten

Die Bürgerinnen und Bürger sollen bis dahin weiterhin möglichst zu Hause bleiben: „Bund und Länder appellieren weiterhin eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten.“

Bei Einreisen aus ausländischen Risikogebieten (Inzidenz über 50) bestehe weiterhin die Pflicht zur Eintragung in die digitale Einreiseanmeldung, und es besteht eine Quarantänepflicht für einen Zeitraum von zehn Tagen nach Rückkehr. Eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nur durch einen negativen Test möglich, der frühestens am fünften Tag nach der Einreise abgenommen wurde.

Für die Einreise aus Virusvariantengebieten gelte das ab dem 8. März ausdrücklich nicht, Grund dafür ist die längere Ansteckungsdauer durch Virusvarianten. Dazu heißt es in dem Beschluss: „Hier ist strikt eine Quarantäne von 14 Tagen einzuhalten. Darüber hinaus ist bei der Rückreise aus Virusvariantengebieten mit eingeschränkten Beförderungsmöglichkeiten zu rechnen.“

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