Warum VfL-Kapitän Losilla "stolz auf die Mannschaft" ist

Bochum gewinnt gegen Aue

Ein Befreiungsschlag war es noch nicht, doch der VfL Bochum kann nach diesem Wochenende tatsächlich kurz durchatmen.

Bochum

, 01.12.2019, 18:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum VfL-Kapitän Losilla "stolz auf die Mannschaft" ist

© picture alliance/dpa

Gegen Erzgebirge Aue gelang am Samstag ein verdienter 2:0-Heimerfolg, der erst dritte Sieg in dieser Saison. Den Spieltag beendet der Revierklub damit auf Rang 13 – so gut war der VfL in der laufenden Spielzeit noch nie platziert.

Verdienter Heimsieg gegen Aue

Dass es gegen Aue zu drei Punkten reichte, lag vor allem an Geduld und Disziplin auf Bochumer Seite. Die Gäste aus dem Erzgebirge machten dem VfL das Leben lange Zeit schwer, verteidigten kompakt und konsequent. Nur wenige Chancen, etwa einen Lattenkracher von Danny Blum, gab es für den VfL in der ersten Hälfte.

Doch nach dem Seitenwechsel knackten die Bochumer den Abwehrriegel. Anthony Losilla vollendete eine kluge Passfolge zum 1:0, ein Eigentor in Überzahl machte den Sieg mit dem Schlusspfiff perfekt. Wirklich zittern musste der VfL nicht, Einsatz und Konzentration stimmten über 90 Minuten. Zum ersten Mal in dieser Saison blieb der VfL auch ohne Gegentreffer – allerdings gegen eine Mannschaft, die fußballerisch arg limitiert war.

Das soll den Sieg aber nicht relativieren, sagt Torschütze Losilla: „Wir haben geschlossen nach vorn verteidigt und zurecht drei Punkte geholt. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“ Ein kleiner Wermutstropfen: Mit fünf Gelben Karten ist der Kapitän am nächsten Samstag gesperrt. In Fürth nachlegen müssen also seine Teamkollegen, ein Wunsch, den nicht nur Losilla zum wiederholten Mal äußert. Konstanz ist in Bochum eher ein Fremdwort, zwei Siege am Stück gab es im Kalenderjahr 2019 noch nicht.

Viele Teams eng zusammen

Durchbricht der VfL diese Serie, wäre ein Sprung in andere Tabellenregionen problemlos möglich. Denn der 1. FC Heidenheim und Erzgebirge Aue auf Platz vier und fünf sind nur sechs Punkte entfernt. Dazwischen ist die Liga so ausgeglichen wie selten zuvor. Bestes Beispiel: Der SV Sandhausen bezwang am Sonntag den VfB Stuttgart mit 2:1. Die Schwaben bleiben somit Dritter, direkt hinter dem HSV und Tabellenführer Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen gewannen mit 3:1 bei Darmstadt 98. Der 1. FC Nürnberg, der ebenfalls ambitioniert in die Saison gestartet war, ist nach einer 0:2-Pleite gegen Wehen Wiesbaden auf Platz 16 abgerutscht. Neues Schlusslicht ist Dynamo Dresden nach einer 1:2-Niederlage gegen Holstein Kiel.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt