Waldbrände in NRW: Feuerwehren rücken zu mehreren Großeinsätzen aus

Waldbrände

Die Feuerwehren in NRW kämpfen seit Montag gleich gegen mehrere große Waldbrände an. Hunderte Einsatzkräfte rücken aus. In Gummersbach hängt zeitweise eine riesige Rauchwolke über der Stadt.

Gummersbach

21.04.2020, 10:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rauch steht über einem Waldstück bei Gummersbach. Mehr als 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um den großflächigen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen.

Rauch steht über einem Waldstück bei Gummersbach. Mehr als 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um den großflächigen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. © picture alliance/dpa

Mehrere Waldbrände mit weitreichenden Schäden haben für stundenlange Großeinsätze der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen gesorgt. Im Kreis Olpe bekämpften bis zu 400 Feuerwehrleute einen Waldbrand auf einer Fläche von rund 30 000 Quadratmetern. Das Areal bei Wenden in der Größe von etwa vier Fußballfeldern sei größtenteils zerstört, erklärte ein Sprecher am Dienstagmorgen. Das Feuer war demnach am Montagabend ausgebrochen, am Morgen wurden noch Glutnester gelöscht. „Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle“, sagte der Sprecher. Die große Trockenheit habe den Brand begünstigt.

Bei dem Einsatz sei ein Feuerwehrmann leicht verletzt und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. Eine Landstraße musste der Polizei zufolge für die Löscharbeiten gesperrt werden. Die Brandursache war zunächst unklar. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Riesige Rauchwolke über der Stadt

In Gummerbach hatten am Montag gut 35 Hektar Wald in Flammen gestanden, eine riesige Rauchwolke hing zeitweise über der Stadt im Oberbergischen Kreis. Ein Feuerwehrsprecher sagte am Dienstagmorgen, der Brand sei zu einem großen Teil gelöscht. Es gebe noch vereinzelt Brandherde, die gut 200 Einsatzkräfte seien bei den Nachlöscharbeiten.

Dutzende Menschen aus dem Ortsteil Strombach waren am Montag vorsorglich in Sicherheit gebracht worden - unter anderem von einem Bauernhof, der sehr nah an den Flammen lag, wie der Feuerwehrsprecher sagte. Im Kampf gegen die Flammen setzten die Einsatzkräfte zwei Polizeihubschrauber mit Löschwassergefäßen und Flugfeld-Löschfahrzeuge aus Köln ein.

Brandursache noch nicht genau geklärt

Die Brandursache war zunächst unklar. Das trockene Wetter und fast völlig ausgebliebener Niederschlag im April sorgen derzeit für erhöhte Waldbrandgefahr. Zudem habe starker Wind am Montag das Ausbreiten der Flammen in Gummersbach beschleunigt, erklärte die Polizei. Sie suchte Zeugen, die den Brand in der Frühphase beobachtet haben könnten. Speziell sind die Ermittler auf der Suche nach zwei Personen, die am Mittag auf einer Bank etwa 300 Meter von der Christian-Heyn-Straße entfernt gesessen haben.

Auch in einem niederländischen Naturschutzgebiet direkt an der Grenze zu NRW war am Montagabend ein Feuer ausgebrochen. Am Dienstagmorgen brannte es der Feuerwehr zufolge immer noch in dem Gebiet De Meinweg. Zu den Löscharbeiten wurden auch Einsatzkräfte aus dem Kreis Viersen gerufen.

Das Naturschutzgebiet liegt auf niederländischer Seite nahe der Gemeinde Herkenbosch. Auf deutscher Seite grenzt es an mehrere Waldgebiete in der Nähe von Niederkrüchten (Kreis Viersen). Weitere Details waren zunächst unklar.

dpa/lnw

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