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Vorsicht vor dem Eichen-Prozessionsspinner

Bei Spaziergängen

Nicht alle Raupen sind Eichenprozessionsspinner: Die Stadtverwaltung teilt mit, dass an mehreren Stellen im Stadtgebiet wieder unterschiedliche Forstschädlinge gesichtet wurden. Derzeit treiben unter anderem die so genannten Eichenwickler ihr Unwesen. Sie leben in Laub und Eichenwäldern und in anderen Gegenden, die mit Eichen bewachsen sind.

VREDEN

15.05.2011
Vorsicht vor dem Eichen-Prozessionsspinner

Mit einem Insektizid geht es den Raupen an den Kragen.

Der Eichenwickler ist ein gefürchtete Forstschädling, denn es kommt immer wieder zu Massenvermehrungen, die zum Kahlfressen von großen Teilen der Bäume führen. Diese Insekten sind von Mai bis in den Sommer aktiv. Die jungen Raupen sind ockergrau bis graubeige gefärbt und haben dunkle Köpfe. Oft hängen die Eichenwickler wie Bindfäden an den Eichen. Für Menschen ist der Schädling jedoch unbedenklich. Ohne Bedenken ist auch das Auftreten der vielen tausend kleinen Raupen, die sich in den vergangenen Wochen über die Traubenkirschen hermachten. Die so genannten Traubenkirschen-Gespinstmotten treten in jedem Frühjahr auf, fressen die Bäume kahl und spinnen klebrige Netze als Schutzraum.

Im Juni ist der Spuk dann erst mal wieder vorbei, denn dann sind aus den kleinen Raupen Schmetterlinge geworden. Das Auftreten der Traubenkirschen-Gespinstmotte erregt zwar Aufsehen, eine Gefahr für Spaziergänger geht aber auch von diesen Insekten nicht aus. Gefahren für den Menschen gehen dagegen vom Eichen-Prozessionsspinner aus, der bereits in den letzten Jahren im Stadtgebiet von Vreden zahlreichen Eichenbäume befallen hat. Die Raupen durchlaufen fünf bis sechs Entwicklungsstadien. Ab dem dritten Verpuppungsstadium entwickeln sich bei den Larven Gifthärchen mit Widerhaken, die bei Kontakt zu Hautreaktionen oder auch allergischen Reaktionen führen können.

Aufgrund der jahreszeitlich frühen sommerlichen Temperaturen in den letzten Wochen ist das Auftreten der Raupen in diesem Jahr deutlich eher festzustellen. Die Stadt Vreden hat in diesen Tagen Fachfirmen mit der Durchführung von Präventivmaßnahmen beauftragt. Konkret werden an neuralgischen Punkten betroffene Bäume mit einem biologischen Insektizid auf Basis des Bazillus thuringiensis besprüht. Beim Fressen der behandelten Blätter nehmen die Raupen den Wirkstoff auf und sterben innerhalb weniger Tage. Für andere Tiere ist der Stoff unbedenklich.

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