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Jury erkundet sonniges Vreden per Fahrrad

Landesgartenschau-Bewerbung

Die Bäume leuchteten im satten Maigrün, die Sonne strahlte mit den Gastgebern um die Wette: Die äußeren Bedingungen für den Besuch der Bewertungskommission für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2017 hätten besser nicht sein können. „Das Wetter haben wir natürlich bestellt“, begrüßte Bürgermeister Dr. Holtwisch am Morgen die Jury denn auch mit einem Schmunzeln.

VREDEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 03.05.2011
Jury erkundet sonniges Vreden per Fahrrad

An der Ausbachstraße - die nach den Laga-Plänen zur Grünfläche werden soll - hatten Mitarbeiter des Bauhofs blitzschnell eine Rasenlandschaft mit gemütlichen Sitzgelegenheiten eingerichtet. Zwei Jurymitglieder freuten sich über die Einlage und nahmen gerne Platz.

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Bereisung der LAGA-Jury

Die zehnköpfige Bewertungskommission machte sich ein Bild von der Stadt Vreden, die sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2017 beworben hat. Per Fahrrad ging es durch das geplante Ausstellungsgelände entlang der Berkel.
03.05.2011
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An der Papierfabrik informierte sich die Jury über die Pläne für die künftige "Berkelinsel".© Anne Winter-Weckenbrock
Ralf Bennink von der Firma BETEBE erläuterte das Projekt "Kuhgarten".© Anne Winter-Weckenbrock
Die Firma Schmitz Cargobull hatte eigens zwei Trailer mit dem Motto und dem Logo der LAGA-Bewerbung Vredens beschriftet.© Anne Winter-Weckenbrock
Die beiden Jurymitglieder Anne Poleska und Marianne Gennenger-Hein nahmen auf der flugs aufgebauten "grünen Oase" Platz und konnten sich so entspannt einen Eindruck von der "Berkelinsel" ohne Asphalt machen.© Anne Winter-Weckenbrock
Ein Willkommen für die Gäste.© Anne Winter-Weckenbrock
Karten am Lenker erleichterten die Orientierung.© Anne Winter-Weckenbrock
Ehrenbürgermeister Hermann Pennekamp im Gespräch mit einem Jurymitglied.© Anne Winter-Weckenbrock
Bei der Begrüßung auf dem Trailer-Parkplatz.© Anne Winter-Weckenbrock
Bei der Begrüßung auf dem Trailer-Parkplatz.© Anne Winter-Weckenbrock
Bei der Begrüßung auf dem Trailer-Parkplatz.© Anne Winter-Weckenbrock
Im Trailer erläuterten auch die Planer Stephan Lenzen und Christian Rast das Konzept für die Landesgartenschau in Vreden.© Anne Winter-Weckenbrock
Dirk Brütsch (3. v. l.), Geschäftsführer der Firma GiRo Tech, informierte über die Auslagerung seines Unternehmens im Falle eines Zuschlags für die Landesgartenschau.© Anne Winter-Weckenbrock
Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch erläutert die Pläne für die Erschließung der Papierfabrik. Geschäftsführer Frank Brauckmann (l.) stand der Jury auch für Gespräche zur Verfügung.© Anne Winter-Weckenbrock
Ein genauer Blick auf die Karte.© Anne Winter-Weckenbrock
Zwei Jurymitglieder im Fachgespräch.© Anne Winter-Weckenbrock
Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch und Landrat Dr. Kai Zwicker nahmen im Strandkorb auf der grünen Oase an der Ausbachstraße Platz.© Anne Winter-Weckenbrock
Karten am Lenker erleichterten die Orientierung.© Anne Winter-Weckenbrock
Am Busbahnhof wurde auch ein Stopp eingelegt.© Anne Winter-Weckenbrock
Per Fahrrad ging es durch Vreden.© Anne Winter-Weckenbrock
Um das Kulturhistorische Zentrum ging es unter anderem beim Stopp am Berkelkraftwerk, Landrat Dr. Kai Zwicker (vorn) beschrieb die Pläne.© Anne Winter-Weckenbrock
Um das Kulturhistorische Zentrum ging es unter anderem beim Stopp am Berkelkraftwerk, Landrat Dr. Kai Zwicker (vorn) beschrieb die Pläne.© Anne Winter-Weckenbrock
Vorfreude auf Flamingonachwuchs im Zwillbrocker Venn vermittelte Dr. Dietmar Ikemeyer, Leiter der Biologischen Station, diesen Mitgliedern der Jury.© Anne Winter-Weckenbrock
Vreden auf Platz zwei der Solar-Bundesliga - auch dieses Platzierung zog Interesse auf sich.© Anne Winter-Weckenbrock
Björn Kemper erläutert Jurymitglied Martin Oldengott das Projekt Solarpark Vreden.© Anne Winter-Weckenbrock
Mit dem Fahrrad ging es für Jury und Begleiter die Berkel entlang - hier auf der Ausbachstraße.© Anne Winter-Weckenbrock
Schlagworte Vreden

Auf dem Trailerparkplatz der Firma Schmitz Cargobull startete die Bereisung – der Fahrzeughersteller hatte eigens zwei Auflieger mit dem Vredener Slogan für die Bewerbung um die Ausrichtung der LAGA „Im Herzen der Stadt im Puls der Zukunft“ und dem Logo beschriftet. Nach der Präsentation des Konzepts in einem der Auflieger ging es für die Jury, die Vertreter der Stadtverwaltung Vreden, die Fraktionsvorsitzenden, Landrat Dr. Kai Zwicker sowie die Planer Stephan Lenzen und Christian Rast dann per Fahrrad weiter. „Ganz Vreden drückt uns die Daumen, dass wir heute bei Ihnen einen guten Eindruck hinterlassen“, teilte der Bürgermeister den Gästen seine Einschätzung aus vielen Gesprächen mit den Einwohnern mit. So legten sich die Verantwortlichen ins Zeug, „ohne Effekthascherei“, wie vom Bürgermeister angekündigt, aber doch mit einer humorvollen Einlage: In Windeseile hatten Bauhofmitarbeiter auf der Ausbachstraße – die die Jury noch eben radelnd passiert hatte – eine kleine grüne Oase mit Rollrasen, Strandkorb und Gartenmöbeln aufgebaut und den Spruch „Unterm Pflaster liegt der Strand“ auf den Asphalt geklebt.

Die sechs Bereiche, in die die Planer das geplante Ausstellungsgelände links und rechts entlang der Berkel eingeteilt haben, kannte die Jury theoretisch aus den Bewerbungsunterlagen und der Konzeptpräsentation – nun ging es für sie per „Fietse“ in die Praxis. Die Radelstrecken nutzten die Vredener für erläuternde Worte und vertiefende Gespräche mit den Juroren, auf den an den Fahrradlenkern befestigten Karten hatten diese jederzeit die Möglichkeit, sich zu orientieren. Viel Gelegenheit zu Gesprächen gab es für die Jurymitglieder. Im Berkelkraftwerk zum Beispiel konnte der Aspekt Nachhaltigkeit vertieft werden – Ansprechpartner informierten über den Naturschutz im Zwillbrocker Venn, den Solarpark, den „Kuhgarten“ oder das Kulturhistorische Zentrum. Nach einem Spaziergang entlang des Bauernhausmuseums und Stiftskirche – Pfarrer Guido Wachtel und Heimatvereinsvorsitzender Guido Leeck informierten dabei – waren bei der Pause auf dem Markt bei von den Landfrauen und Felicitasschülerinnen gereichten Häppchen zum Beispiel die Heimatvereinsvorsitzenden aus den Kirchdörfern zugegen. Nach einem Besuch am Solarpark standen die Gespräche mit den Schulleitern zum Themenschwerpunkt „Bildung“ auf dem „Schulcampus“ auf dem Programm.

„Ich bin ausgesprochen zufrieden, es ist genauso gelaufen, wie wir es geplant haben“, zog Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch am Nachmittag ein positives Fazit. „Ich habe den Eindruck, dass es der Jury gefallen hat“. Den inhaltlichen Anspruch der Bewerbung zu den Themen Bildung und Nachhaltigkeit habe man herüber gebracht.

  • In Kürze: NRW-Umweltminister Johannes Remmel wird am 1. Juni verkünden, wer die Landesgartenschau 2017 ausrichten wird. Das Ministerium erhält eine Empfehlung von der Bewertungskommission, die sich aus zehn Experten zusammensetzt: Vertreterinnen und Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau- und Landespflege (LAGL), des Städte- und Gemeindebundes NRW, der Tourismusagentur NRW, der Naturschutzverbände (LNU), der Wissenschaft, der Landesverbände der Kleingärtner, der Gartenamtsleiterkonferenz NRW (GALK) sowie der Ministerien für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr und für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.
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