Von Lottospielen bis Kindergeld: Das ändert sich im September 2020

Verbraucher

Der September 2020 bringt einige Änderungen mit sich. Die wichtigsten Änderungen, Regeln und Verbrauchernews für den ersten Herbstmonat des Jahres in der Übersicht.

27.08.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lottospielen wird teurer: Ab dem 23. September kostet ein Tippfeld 20 Cent mehr.

Lottospielen wird teurer: Ab dem 23. September kostet ein Tippfeld 20 Cent mehr. © picture alliance/dpa

Die coronabedingte Auszahlung eines Kinderbonus zusätzlich zum Kindergeld startet in diesem Monat mit der ersten Rate. Zugfahrer müssen sich künftig auf mehr Maskenkontrollen einstellen und wer sein Glück beim Lottospielen sucht, muss sich auf höhere Kosten für den Tippschein einstellen. Wir haben zusammengefasst, was sich im September 2020 ändert.

Lottospielen wird teurer
Der Lottoschein beim klassischen 6 aus 49 wird teurer: Ab dem 23. September kostet ein Tippfeld für die Ziehungen am Mittwoch und Samstag nicht mehr 1 Euro, sondern 1,20 Euro. Mit der Preiserhöhung geht auch ein neuer Gewinnplan daher. So erhöhen sich die theoretischen Quoten in allen neun Gewinnklassen. In der Gewinnklasse 2, dem sprichwörtlichen „Sechser im Lotto“, sind mehr Millionengewinne als bisher zu erwarten.

Zugleich wird zum selben Zeitpunkt neu geregelt, wann ein Jackpot in jedem Fall ausgeschüttet wird. Bislang gilt, dass der Jackpot bei der nächsten Ziehung geleert wird, wenn zuvor zwölfmal in Folge kein Tipper sechs Richtige mit der passenden Superzahl hatte. Künftig gilt eine Höchstsumme von 45 Millionen Euro im Jackpot. Wird diese erreicht, wird ausgeschüttet. Die Laufzeit spielt dann keine Rolle mehr.

Erste Rate von Kinderbonus wird ausgezahlt

Die Familienkassen beginnen am 7. September mit der Auszahlung des Corona-Kinderbonus in Höhe von 300 Euro. Die erste Bonusrate von 200 Euro wird zusätzlich zum Kindergeld ausgezahlt. Die zweite Rate von 100 Euro folgt im Oktober. Wann der Kinderbonus auf dem Konto ist, hängt von der Endziffer der Kindergeldnummer ab. Steht dort eine Null, ist man am 7. September dabei. Für die Endziffern 1 bis 9 wird der Bonus zum Kindergeld im September nach und nach von den Familienkassen überwiesen.

Maskenpflicht in Zügen wird stärker kontrolliert
Wegen Corona herrscht in den Zügen eine Maskenpflicht. Ob sich die Fahrgäste auch daran halten, wird künftig in Zügen der Deutschen Bahn noch stärker kontrolliert. Im August stiegen nach Angaben des Unternehmens täglich in rund 60 Fernverkehrszüge Sicherheitsmitarbeiter ein, um das Tragen der Maske zu überprüfen. Zum 1. September soll sich die Zahl der Kontrollen verdoppeln.

Ausbildung zum Psychotherapeuten ändert sich
Ab dem 1. September tritt ein Gesetz zur Reform der Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung in Kraft. Abiturienten können ab dann direkt ein Universitätsstudium der Psychotherapie absolvieren. Das Studium ist aufgeteilt in ein dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium. Die Approbation kann nach einer staatlichen psychotherapeutischen Prüfung bereits nach dem Studium beantragt werden.

Schulstart in Bayern und Baden-Württemberg

Mit Bayern und Baden-Württemberg starten die letzten beiden Bundesländer im September wieder mit einem Regelbetrieb in den Schulen. In beiden Bundesländern gilt in den Schulen eine Maskenpflicht, allerdings nicht im Unterricht.

Neues Waffengesetz verbietet einige große Magazine

Zum 1. September tritt das neue Waffengesetz vollständig in Kraft. Bestimmte große Magazine werden ab dann zu verbotenen Gegenständen. Das Nationale Waffenregister wird außerdem so ausgebaut, dass künftig der gesamte Lebenszyklus einer Waffe behördlich nachverfolgbar ist. Zudem dürfen die Bundesländer an belebten Orten und in Bildungseinrichtungen ab September Verbotszonen für Waffen und Messer einrichten.

RND/dpa/bic