Verkehrssünder zahlen Knöllchen künftig an der Supermarktkasse

Pilotprojekt

Im Supermarkt neben dem Einkauf auch das Knöllchen bezahlen? Ein Jahr lang soll das einzigartige Projekt ausgetestet werden, um Parksündern die Bezahlung zu erleichtern.

Köln

29.07.2020, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Falschparker in Köln können ihre Knöllchen künftig ganz einfach an einer Supermarktkasse bezahlen.

Falschparker in Köln können ihre Knöllchen künftig ganz einfach an einer Supermarktkasse bezahlen. © picture alliance/dpa

Falschparker in Köln können ihre Knöllchen künftig ganz einfach mit ihrem restlichen Einkauf an einer Supermarktkasse begleichen. Die Stadt startete am Mittwoch ein entsprechendes Pilotprojekt.

Falschparker bekommen Barcode zugestellt

Dem Städte- und Gemeindebund ist keine andere Kommune bekannt, in der so ein System bereits praktiziert wird. Wer falsch geparkt hat, bekommt in Köln nun neben allen anderen Angaben zu seinem Fehlverhalten auch einen Barcode zugestellt, wie man ihn zum Beispiel von Pfandbons kennt.

Beim Einkaufen kann man diesen an der Ladenkasse einscannen lassen und das sogenannte Verwarngeld bezahlen - eine Überweisung ist dann nicht mehr notwendig. Möglich ist der Geldtransfer bei bundesweit mehr als 12 000 teilnehmenden Filialen des Einzelhandels.

System könnte auf weitere Verwaltungsbereiche ausgeweitet werden

Für das Projekt hat sich die Stadt mit dem Unternehmen Cash Payment Solutions zusammengetan, das das Händlernetz mitbringt. Der Pilotbetrieb, der zunächst nur „Verwarngelder für Parkverstöße“ abdeckt, ist für ein Jahr geplant. Perspektivisch ist denkbar, dass das System auf weitere Verwaltungsbereiche ausgeweitet werden könnte.

dpa

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