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Veräußerungspläne der TGW-Turnhalle sorgen für Irritationen

TG Westhofen

Die Stadt Schwerte muss sparen, daran führt kein Weg vorbei. Das gilt auch für die Sportvereine, die sicherlich in naher Zukunft in manch sauren Apfel beißen müssen.

SCHWERTE

von Von Michael Dötsch

, 11.06.2012
Veräußerungspläne der TGW-Turnhalle sorgen für Irritationen

Dr. Stefan Lindenberg, Vorsitzender der TG Westhofen, zeigte sich irritiert über die Pläne der Stadt, die Turnhalle an der Wasserstraße veräußern zu wollen.

Es gibt aber auch Sparvorschläge, die nicht nur aus dem Blickwinkel der betroffenen Vereine ein Unding sind. So hat sich nun der Vorstand des Mehrspartenvereins Turngemeinde (TG) Westhofen mit einem Brief an Bürgermeister Heinrich Böckelühr und Sportdezernent Hans-Georg Winkler gewandt, um sein Unverständnis über eine mögliche Veräußerung der Turnhalle an der Wasserstraße deutlich zu machen.

"Wir sind sehr irritiert, denn an uns ist niemand herangetreten", sagt Vereinsvorsitzender Dr. Stefan Lindenberg. Aus der Zeitung habe der TGW-Vorstand von den Veräußerungsplänen der Halle erfahren, die im großen Sparpaket zur Haushaltssanierung unter dem Punkt "Reduzierung des städtischen Gebäudebestandes" auftauchen.In der Halle trainieren über 30 Gruppen Sollten diese Pläne umgesetzt werden, sei das wohl gleichbedeutend mit der Schließung der Halle, meint Lindenberg. "Das würde bedeuten, dass 31 Gruppen ihre sportliche Heimat und ihre Trainingsstunden verlieren würden", weist der Vorsitzende auf die Tragweite einer solchen Maßnahme hin und ergänzt: "Wo sollen sie denn hin? Auch die anderen Hallen sind doch bis unters Dach voll."

So kann sich Lindenberg bei aller Verwunderung darüber, dass die Halle auf der Liste der möglicherweise zu veräußernden städtischen Immobilien auftaucht, eigentlich nicht vorstellen, dass derartige Pläne in die Tat umgesetzt werden - auch vor dem Hintergrund der vertraglichen Situation.

Pochen auf Vertrag

1972 war die Halle vom Verein TG Westhofen an die damals noch existierende Stadt Westhofen übergegangen, deren Rechtsnachfolger die Stadt Schwerte ist. "Der Vertrag sieht nicht nur eine jährliche Zahlung der Stadt an unseren Verein bis 2021 vor, sondern sichert uns auch die kostenlose Nutzung zu", erklärt der Vorsitzende und lässt keinen Zweifel daran, dass man von Vereinsseite auf die uneingeschränkte Erfüllung dieses Vertrages bestehe. Deshalb kann Lindenberg die Mitglieder, die zum Teil schon in Sorge um "ihre" Halle beim Vorstand angerufen hätten, beruhigen: "Sie können mit der Halle nicht machen, was sie wollen."

 

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