Ute Wielands Jugendfilm über freche Mädchen

Der Erfolg der beiden Adaptionen von Cornelia Funkes Geschichten aus dem meist ziemlich turbulenten Leben der "Wilden Hühner" hat allem Anschein nach den Weg für weitere Verfilmungen von populären Jugendbuch-Serien geebnet, die sich vor allem an Mädchen richten. Mit "Freche Mädchen", der auf zwei von Bianca-Minte König verfassten Bänden aus der Reihe "Freche Mädchen - Freche Bücher" basiert, folgt die Filmemacherin Ute Wieland dem Erfolgsrezept.

von Von Sascha Westphal

, 18.07.2008, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kati (Henriette Nagel), Hanna (Selina Shirin Müller) und Mila (Emilia Schüle, v.l.) sind frech und verliebt.

Kati (Henriette Nagel), Hanna (Selina Shirin Müller) und Mila (Emilia Schüle, v.l.) sind frech und verliebt.

 Wie bei den "Wilden Hühner" dreht sich auch in ihrem Film alles um die Frage, was stärker und wichtiger ist: Freundschaft oder Liebe?

Simpler als "Wilde Hühner" Bislang konnte nichts die 14-jährige Mila (Emilia Schüle) und ihre beiden besten Freundinnen Hanna (Selina Shirin Müller) und Kati (Henriette Nagel) auseinander bringen. Gemeinsam waren sie unschlagbar. Doch nun haben sich die zielstrebige Kati und die selbstbewusste Hanna zum ersten Mal verliebt. Jetzt muss die introvertierte Mila plötzlich alleine mit ihren Problemen zu Recht kommen. Und zu allem Überfluss verliebt sich ihre von Anke Engelke gespielte Mutter ausgerechnet in den Referendar, in den Mila sich verguckt hat.

Die Schwierigkeiten und Verwicklungen, mit denen Mila und ihre Freundinnen zu kämpfen haben, sind ein wenig simpler gestrickt als die der "Wilden Hühner". Aber sieht man einmal von der etwas oberflächlichen Handlung ab, überzeugt "Freche Mädchen" vor allem durch seinen frechen Stil. Ute Wieland erzählt ihre Geschichten mit viel Energie und Erfindungsreichtum, und die Regisseurin bedient sich virtuos filmischer Mittel und Tricks. Dabei kommen Split Screen-Sequenzen genauso zum Einsatz wie Zeitlupe, Zeitraffer und Zeichentrick-Techniken und geben dem liebenswerten Jugendfilm ganz eigenen spielerischen Touch.

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