Urbane Künste verwandeln Ruhrgebiet in riesiges Kunstlabor

Programm für 2015

Man nehme einen Haufen Künstler, vermische sie mit einer Prise politischer Motivation und dem Charme verschiedenster Ruhrgebietsstädte und heraus kommt das diesjährige Programm der Urbanen Künste Ruhr. Es bringt gesellschaftliche Themen künstlerisch in städtische Milieus.

MÜLHEIM

, 06.05.2015, 16:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
So wie hier in Bergkamen im Jahr 2013 sollen in diesem Jahr auch in Hagen Lichtinstallationen im urbanen Raum für viele staunende Blicke sorgen.

So wie hier in Bergkamen im Jahr 2013 sollen in diesem Jahr auch in Hagen Lichtinstallationen im urbanen Raum für viele staunende Blicke sorgen.

Vor allem die Lichtkunst ist eines der Programmhöhepunkte der Urbanen Künste. Hagen ist in diesem Jahr Stadt der Lichtexperimente unter dem Namen Urban Lights Ruhr.

Auch bemerkenswert ist das Projekt  Nomanslanding . Am Duisburger Eisenbahnhafen wird dafür eine überdimensionale Halbkugel aufs Wasser gelassen, Besucher können unter der Flüsterkuppel Performances zum Thema internationale Konflikte sehen.

Das ist auch das Stichwort für Pottfiction. Das städteübergreifende Projekt von Jugendtheatern will jungen Künstlern kreativen Freiraum bieten, um über aktuelle gesellschaftliche Themen zu debattieren und Visionen für eine bessere Welt zu entwickeln. In einem Camp an der Bochumer Jahrhunderthalle werden Pläne geschmiedet und im öffentlichen Raum präsentiert, so, dass sie auch in Zukunft relevant sind.

Nachhaltigkeit

Eine Devise der Urbanen Künste, die seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 aufrecht erhalten wird. "Es gibt neben dem Ruhrgebiet keine weitere Kulturhauptstadt, die die Nachhaltigkeit einzelner Projekte so ausgebaut hat, wie wir", sagt Katja Aßmann, künstlerische Leiterin der Urbanen Künste. Das diesjährige Hauptthema Mobilität etwa sei so nachhaltig angelegt, dass es die Urbanen Künste auch in den kommenden Jahren beschäftigen werde.

Und auch die Politik spielt stets eine Rolle. Das Projekt "Silent University" macht auf die aktuelle Asylpolitik aufmerksam. Menschen, die in Deutschland keine Arbeitserlaubnis haben, emanzipieren sich und geben ihr Wissen in einer Art Scheinuniversität in der Mülheimer Innenstadt an Bürger weiter.

Greifbare Kunst

Greifbare Kunst gibt es dagegen in Essen auf dem Parkgelände der Zeche Carl. Skulpturen sollen das Areal wieder zu einem Ort des Verweilens machen. Besonders zur Geltung kommt das Thema Mobilität dagegen beim Projekt Reisen im Kreis. Künstler führen Besucher durch den Kreis Wesel, bieten ihnen ihren ganz eigenen, künstlerischen Blick auf diese Region. Vor allem dieses Projekt verdeutlicht, was sich die Urbanen Künste Ruhr auf die Fahnen geschrieben haben. Ihre Projekte schaffen einen neuen, einen anderen Blick auf das Ruhrgebiet und dessen Umgebung.

Die Urbanen Künste Ruhr sind eine Kunstorganisation der Kulturmetropole Ruhr. Gefördert werden sie vom nordrhein-westfälischen Kulturministerium und dem Regionalverband Ruhr (RVR). Mehr Infos zu den einzelnen Terminen unter Tel. (0209) 60 50 71 00

 

 

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