Unwetter schwächer als befürchtet - neue Gewitter in der Nacht - Tornado im Münsterland?

Wetter

Gewitter und Unwetter haben NRW in der Nacht zu Mittwoch nicht so hart getroffen, wie befürchtet. Im Münsterland gab es jedoch möglicherweise einen Tornado. Weitere Gewitter drohen am Abend.

NRW

05.06.2019, 07:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unwetter schwächer als befürchtet - neue Gewitter in der Nacht - Tornado im Münsterland?

Möglicherweise hat es im Kreis Bocholt in der Nacht zu Mittwoch einen Tornado gegeben. © picture alliance/dpa

Mit deutlich weniger Wucht als befürchtet ist in der Nacht ein Gewitter über Nordrhein-Westfalen gezogen. „Das Gewitter hat sich über Deutschland ziemlich schnell abgeschwächt“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am frühen Mittwochmorgen. Über Belgien und die Niederlande war es zuvor noch mit Böen von mehr als 100 Kmh gezogen. Über Nordrhein-Westfalen zog das Gewitter schließlich weiter in Richtung Nordsee.

Die Schäden, die das Unwetter in Deutschland anrichtete, hielten sich nach ersten Meldungen in Grenzen. Von mehreren wetterbedingten Einsätzen sprach die Polizei im Kreis Borken.

Auch der DWD berichtete von umgestürzten Bäumen und einem umgestürzten Auto im Raum Bocholt. „Das könnte ein Tornado gewesen sein“, sagte der DWD-Meteorologe. Das müsse jedoch am Mittwoch noch vor Ort untersucht werden. In Xanten (Kreis Wesel) sperrte die Polizei wegen umgestürzter Bäume eine Straße.

Weitere Gewitter und Starkregen angekündigt

In der Nacht zu Donnerstag drohen NRW weitere Gewitter. Der Deutsche Wetterdienst kündigt Gewitter an, die von Südosten heraufziehen. Diese können mit teils heftigen Starkregen um 30 mm in kurzer Zeit, Hagel und schweren Sturmböen bis 100 km/h verbunden sein, so der Wetterdienst. Vereinzelt könnten auch orkanartige Böen auftreten. Wie schwer die Gewitter werden und ob sie sich wirklich zu Unwettern entwickeln, war am Morgen noch unklar.

dpa/kari