Ultras von Vredestein verdecken Logo der Muttergesellschaft Apollo

Massenentlassung

Die angekündigten Massenentlassungen bei dem Reifenhersteller Apollo Vredestein beschäftigen die Mitarbeiter weiter. Die „Vredestein Ultras“ waren in der letzten Nacht aktiv.

Enschede

, 18.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Reifenhersteller Vredestein Apollo will in Enschede 686 Mitarbeiter seines Unternehmens dort entlassen.

Der Reifenhersteller Vredestein Apollo will in Enschede 686 Mitarbeiter seines Unternehmens dort entlassen. © pixabay

Die indische Muttergesellschaft Apollo des Reifenherstellers beabsichtigt 686 der 1100 Arbeitsplätze bei Vredestein in Enschede abzubauen. Die Muttergesellschaft will die Produktion nach Ungarn verlagern.

Dort wurde mit staatlichen Beihilfen im Dorf Gyöngyöshalász eine neue Fabrik für rund 100 Millionen Euro errichtet. In Ungarn sollen Billigreifen hergestellt werden, die bisher in Enschede produziert werden.

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In der Nacht zu Donnerstag haben die so genannten Vredestein Ultras ihren Protest gegen die Pläne des Unternehmens erneut auch sichtbar gemacht. Sie verdeckten auf dem Dach des Reifenherstellers in Enschede das Logo der Apollo-Muttergesellschaft.

Ein symbolischer Protest, der allerdings nur bis zum Morgen hielt, wie die Tageszeitung Tubantia berichtet. Dann wurde die Abdeckplane wieder von dem Logo entfernt.

Vredestein Ultras nicht das erste Mal aktiv

Die Ultras oder andere Unterstützer des Protestes gegen die geplanten Entlassungen sind nicht zum ersten Mal aktiv geworden: In der vergangenen Woche wurde Vredestein mittels eines Banners auf dem Dach „zum Verkauf“ angeboten. Ein paar Tage zuvor wurden Protesttexte in die Auffahrt zum Firmengelände gesprüht.

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Wie die Tubantia weiter schreibt, haben sich auch die pensionierte Vredesteiner solidarisch gezeigt und unterstützten die Mitarbeiter des Reifenherstellers beim Kampf um ihre Arbeitsplätze.

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