Überflutete Straßen, Bahnstrecken gesperrt: Wieder Gewitter in Teilen von NRW

Unwetter

Am zweiten Tag in Folge ist es in NRW zu schweren Unwettern gekommen. Nun waren besonders zwei Regionen betroffen. Am Wochenende drohen Gewitter und Starkregen.

NRW

14.08.2020, 05:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
In NRW kam es wieder zu schweren Unwettern.

In NRW kam es wieder zu schweren Unwettern. © picture alliance/dpa

Teils schwere Unwetter sind bis in die Nacht zum Freitag über Nordrhein-Westfalen gezogen und haben für zahlreiche Schäden gesorgt. In Grevenbroich im Rhein-Kreis Neuss gingen nach Feuerwehrangaben am Donnerstagnachmittag innerhalb einer Stunde über 220 Meldungen bei den Einsatzkräften ein. Zuvor waren laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bis zu 54 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. „In einigen Straßen stand das Wasser mehrere Zentimeter hoch“, erklärte der Einsatzleiter der Grevenbroicher Feuerwehr. Vor allem mit vollgelaufenen Kellern seien die Einsatzkräfte beschäftigt gewesen.

In Detmold (Kreis Lippe) meldete die Feuerwehr in der Nacht zum Freitag etwa 50 Einsätze wegen überfluteter Straßen, vollgelaufener Keller und umgestürzter Bäume. Ein Baum sei auf die Oberleitung einer Bahnstrecke zwischen Detmold und Lage gestürzt und habe die Leitung abgerissen. Die Sperrung der Strecke sollte bis zum Nachmittag dauern, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Betroffen seien die Regionalbahn 72 (Herford - Paderborn) und der Regionalexpress 82 (Bielefeld - Altenbeken). Ein Busersatzverkehr sei eingerichtet.

Am Wochenende wird es kühler

Im Kreis Steinfurt gab es am Donnerstagabend und in der Nacht wegen starker Unwetter über 160 Einsätze, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch am Niederrhein fielen die Wolkenbrüche laut DWD besonders stark aus. Nach DWD-Angaben ist die große Hitze mit Temperaturen weit über 30 Grad in NRW vorerst vorbei.

Bereits am Freitag sollte es bei kühleren 24 bis 29 Grad erneut schauern und gewittern, einzelne Unwetter seien möglich. Auch am Samstag bleiben die Temperaturen unter der 30-Grad-Marke. Dazu werden zahlreiche Schauer sowie vereinzelter Starkregen erwartet, auch Gewitter sind bei 26 bis 29 Grad möglich.

Am Sonntag wird es laut DWD zunächst freundlicher und die Temperaturen steigen wieder auf bis zu 31 Grad. Gewitter und Schauer sind aber auch am Sonntag nicht auszuschließen. Der Montag bringt dann wieder etwas kühlere Temperaturen und das Wetter bleibt unbeständig mit einem Mix aus Schauern und Wolken.

dpa

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