Twitter testet neue Funktion: „Fleets“ löschen sich nach 24 Stunden von selbst

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Twitter testet eine neue Funktion namens „Fleets“, bei der sich Nachrichten nach 24 Stunden von selbst löschen. Das neue Feature kommt allerdings nur bedingt gut an.

Brasilia

05.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Twitter testet gerade eine neue Funktion: Sogenannte „Fleets“ sollen nach 24 Stunden wieder verschwinden.

Twitter testet gerade eine neue Funktion: Sogenannte „Fleets“ sollen nach 24 Stunden wieder verschwinden. © picture alliance/dpa

Nachrichten, die innerhalb von 24 Stunden wieder verschwinden – diese neue Funktion namens „Fleets“ testet derzeit der Mikroblogging-Dienst Twitter. Wie das Unternehmen in einem Blog-Beitrag mitteilt, hätten sich einige Leute unsicher damit gefühlt, dass ihre Tweets dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich seien.

„Wir möchten es unseren Nutzern ermöglichen, neben Tweets und Direktnachrichten auf neue Weise Gespräche auf der Plattform zu führen, mit weniger Druck und mehr Kontrolle“, schreibt Mo Al Adham, einer der Produktmanager bei Twitter. Allerdings können auf diese Funktion vorerst nur Nutzer aus Brasilien zurückgreifen: „Da Brasilien eines der Länder ist, in denen auf Twitter am meisten gesprochen wird, freuen wir uns, die neue Funktionalität hier zu testen.“ Wann „Fleets“ auch in Europa genutzt werden können, ist noch unklar.

„Fleets“ können nicht retweetet oder geliked werden

Die „Fleets“ werden bei Twitter nicht in der Timeline angezeigt, sondern erscheinen erst, wenn Nutzer auf die Profilbilder anderer User tippen, die eine solche Botschaft gepostet haben. Anders als herkömmliche Tweets können die 24-Stunden-Nachrichten nicht retweetet und geliked werden. Mittels einer Direktnachricht kann zwar auf die „Fleets“ geantwortet werden, aber das ist nur für den Verfasser der Nachricht sichtbar.

Die neue Twitter-Funktion ist allerdings keine Neuheit. Andere soziale Medien wie Instagram und Snapchat bieten ihren Nutzern schon seit längerem so genannte Stories an, die innerhalb von 24 Stunden verschwinden. „Ja, es gibt viele Ähnlichkeiten mit dem Stories-Format“, gesteht Kayvon Beykpour, Produktleiter bei Twitter. „Es gibt aber auch einige absichtliche Unterschiede, um die Erfahrung stärker auf das Teilen und Sehen der Gedanken der Menschen zu konzentrieren.“

„RIP Twitter“ schreiben viele Nutzer als Reaktion auf die „Fleets“

Ob die Fleet-Funktion auch die User überzeugen kann, wird sich erst im weiteren Verlauf des Tests zeigen. Bei einer ersten Nutzerumfrage habe sich herausgestellt, dass es den Leuten leichter fiel, alltägliche Gedanken auszutauschen, wenn sie „Fleets“ verwendeten, heißt es vom Twitter-Konzern. Unter dem Hashtag #FleedsFeedback zeigt sich beim Mikroblogging-Dienst mehrheitlich ein anderes Bild: „RIP Twitter“ schreiben dort viele Nutzer als Reaktion auf die „Fleets“, „Warum das, wenn sie uns endlich hätten geben können, wonach wir wirklich fragen?“, „Wir wollen keine ‚Fleets‘“ oder „Niemand wird ‚Fleets‘ nutzen“.

RND