Trump erklärt sich vorzeitig zum Wahlsieger - und will Auszählung stoppen lassen

US-Wahl

Die Welt blickt gespannt auf die US-Wahl. Donald Trump hat sich zum Wahlsieger ausgerufen, obwohl noch alles offen ist. Er will die weitere Auszählung der Stimmen gerichtlich stoppen lassen.

Berlin/Washington

04.11.2020, 09:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Donald Trump feiert sich als Sieger, obwohl viele Stimmen noch nicht ausgezählt sind.

Donald Trump feiert sich als Sieger, obwohl viele Stimmen noch nicht ausgezählt sind. © picture alliance/dpa

US-Präsident Donald Trump hat sich in einer ersten Ansprache zum Wahlsieger ausgerufen, obwohl die Ergebnisse noch nicht feststehen. “Offen gesagt: Wir haben die Wahl gewonnen”, sagte der Republikaner am Mittwochmorgen im Weißen Haus.

Angesichts der Verzögerung des Wahlergebnisses sprach er zudem von “Betrug”. Trump kündigte an, vor das Oberste US-Gericht zu ziehen, um eine weitere Auszählung der Stimmen zu stoppen.

Trump zählte bei seiner Rede zunächst die Staaten auf, die er tatsächlich gewonnen hat. Etwa Florida, Texas und Ohio. Doch auch North Carolina und Georgia, wo die Ergebnisse noch ausstehen, reklamierte er bereits für sich.

“Sie können uns nicht mehr einholen”, sagte er mit Blick auf die Demokraten. In Pennsylvania und Michigan sah er sich ebenfalls klar vorn, obwohl auch dort noch nichts feststeht. “Wir hatten so eine große Nacht”, sagte er.

Jetzt lesen

US-Medien prognostizierten bislang noch keinen Gewinner. Rechtlich hat Trumps Siegeserklärung auch keine Bewandtnis.

Derzeit liegt Herausforderer Joe Biden hauchdünn vor dem US-Präsidenten. Doch Trump hat bislang besser abgeschnitten, als es die Umfragen zuvor vermuten ließen. So hat er sich etwa die wichtigen Swing States Florida und Ohio gesichert. Für Biden zeichnet sich dagegen überraschend ein Sieg in Arizona ab.

RND/cz/dpa

Lesen Sie jetzt