Tourist-Info in Nordkirchen startet jetzt in den Corona-Betrieb

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Die Tourismus-Branche darf wieder langsam den Betrieb aufnehmen. In der Tourist-Info war die Nachfrage trotz Corona-Krise ungebrochen. Jetzt müssen aber coronataugliche Ideen her.

Nordkirchen

, 08.05.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ab Montag, 11. Mai, dürfen wieder verschiedene touristische Betriebe öffnen. Das hat das Land NRW bereits am Mittwoch angekündigt. In Nordkirchen sind davon neben Hotels, Ferienwohnungen und dem Wohnmobilstellplatz auch die Tourist-Info an der Schloßstraße betroffen. Wie der Betrieb der Tourist-Info dann in der Praxis aussehen wird, daran arbeitet die Gemeinde Nordkirchen derzeit, sagt auf Anfrage dieser Redaktion Bürgermeister Dietmar Bergmann.

Fest steht: „Wir wollen den Betrieb jetzt nach und nach wieder hochfahren“, kündigt Bergmann an. Das Was, Wie und Wann plane die Gemeindeverwaltung gerade. Was die Tourist-Info angeht, soll es im Laufe der nächsten Woche so weit sein.

Denn auch während der vergangenen Wochen, in der das Büro an der Schloßstraße geschlossen war, habe die Tourist-Info immer wieder Kundenanfragen gehabt, erklärt der Bürgermeister. „Die Nachfrage war da, telefonisch und per Mail.“

Fest steht aber auch, dass Angebote, wie die mittlerweile etablierten Ortsführungen in Gruppen, derzeit noch nicht in bekannter Form möglich sind. Daher arbeite das Team der Tourist-Info zurzeit an alternativen Angeboten.

Ein möglicher Ersatz: virtuelle Ortsführungen durch die Schlossgemeinde. Mit diesem Thema beschäftigte sich die Gemeinde bereits vor der Corona-Krise, das könnte ihr jetzt zu Gute kommen.

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Ein konkretes Konzept, wie eine solche Ortsführung in der Praxis aussehen kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht spruchreif. Es ist auch wieder Improvisation gefragt und die Fähigkeit, mit den neuen Gegebenheiten möglichst effizient umzugehen.

Das gilt nicht nur für den Bereich Tourismus. Die neuen Freiheiten, die Land und Bund den Bürgern gewähren, erlebt der Nordkirchener Bürgermeister als einen „Systemwechsel“. Es werde sehr schnell vieles wieder geöffnet und mehr Verantwortung vom Staat auf die Bürger übertragen. Ob dieser Weg sinnvoll ist, werde sich zeigen, sagt Bergmann.

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Die Gemeinde warte jetzt zunächst einmal ab, wie die neue Verordnung des Landes zum aktualisierten Regelwerk aussehen wird, kündigt der Bürgermeister an. Bei den nächsten Schritten stehe die Gemeindeverwaltung durchaus unter Druck, macht er deutlich. „Natürlich haben wir viele Nachfragen, wann wer wieder öffnen darf“, erklärt Bergmann. Dabei gelte für die Gemeinde: Priorität hat, wovon Existenzen abhängen.

So dürfen - unter Auflagen - Hotelbetriebe wieder öffnen und voraussichtlich wird auch der Wohnmobilstellplatz am Gorbach wieder Gäste empfangen dürfen. Das Land spricht von touristischer „Nutzung und Aufenthalt in Ferienwohnungen, Ferienhäusern und auf Campingplätzen (unter Wahrung der Kontaktbeschränkungen)“.

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