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Todeskandidaten lassen es krachen

Im Kino

Abgesehen von Elyas M’Barek sind sie das heißeste Gespann des jungen deutschen Kinos. Insofern darf man von Risiko-Minimierung sprechen, wenn Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz (auch Regie) sich die Leinwand teilen.

25.02.2016 / Lesedauer: 2 min
Todeskandidaten lassen es krachen

Andi (Matthias Schweighöfer, l.) und Benno (Florian David Fitz) geben Gas.

In "Der geilste Tag" spielen sie zwei Todeskandidaten, die es vor ihrem Abgang noch einmal krachen lassen. Sie begegnen sich in einem Müchner Hospiz. Pianist Andi (Schweighöfer) hat es mit der Lunge, Zimmernachbar Benno (Fitz) leidet an einem Hirntumor. "Die Prognose ist beschissen", nimmt der Doc Benno gegenüber kein Blatt vor den Mund.

Leben bis zum Anschlag

Was tun? Abwarten, bis der Sensenmann klopft? Nicht mit Benno: "Wir leihen uns Geld, das wir nie zurückzahlen, weil wir abkratzen!" Und während die Jungs das Ergaunerte auf den Kopf hauen, könnten sie Videos ihrer geilen Tage ins Netz stellen! Andi sagt Ja - Leben bis zum Anschlag, als gäbe es kein morgen.

"Der geilste Tag" ist Schelmenstück, Kumpelfilm, Roadmovie, mit deutlichen Anleihen bei "Knockin' On Heaven’s Door" (1997), wo der Tod ebenfalls seine launige Seite zeigte. Andi und Benno fliegen nach Mombasa und fahren im Camper durch den Busch. Sie zünden ein Tischfeuerwerk von Witzen. Sitcom-Petitessen, Frivoles (her mit den willigen Engländerinnen), afrikanische Exotik, an der sich auch die Kamera weidet.

Balsamischer Gute-Laune-Pop

Wohlfühl-Unterhaltung mit bescheidenen Mitteln. Ein durchsichtig kalkuliertes Emotionsbad zwischen lustig, sentimental, melodramatisch. Als Badezusatz ist balsamischer Gute-Laune-Pop eingeträufelt, aus dem Fundus, in den auch die Regiearbeiten von Schweiger und Schweighöfer greifen. Mäßig originelles Zeitvertreibs-Kino, ein klappriges Star-Vehikel für Fitz und Schweighöfer.