Tiny Houses in Nordkirchen: Gemeinde will bald nächsten Schritt machen

dzBaugebiet Capeller Straße

In Südkirchen könnte bald die eine Tiny-House-Siedlung entstehen. Auch wenn es um das Thema zuletzt still geworden ist: Die Gemeinde will bei der Siedlung bald den nächsten Schritt machen.

Südkirchen

, 28.07.2020, 14:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um die geplante Tiny-House-Siedlung in Südkirchen ist es in den vergangenen Monaten etwas ruhiger geworden. Interessenten müssen allerdings keine Sorge haben, dass das Projekt im Sande verläuft. Die Gemeinde arbeitet weiter an der kleinen Siedlung für Mini-Häuser, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann jetzt auf Anfrage der Redaktion bestätigte.

Im Mai 2019 hatte die UWG-Ratsfraktion das Thema Tiny Houses erstmals in die politische Diskussion gebracht und sofort breite Unterstützung durch die anderen Fraktionen bekommen. Der Schwung für die Idee kam aus Dortmund, wo ähnliche Siedlungen ebenfalls in konkreten Planungen sind.

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Die Gemeindeverwaltung könne doch, so der Vorschlag der UWG, bei zukünftigen Planungen für Neubaugebiete in Nordkirchen, Südkirchen oder Capelle, ebenfalls auf geeignete Flächen für eine Tiny-House-Siedlung prüfen.

Nicht lange nach dem damaligen Ratsbeschluss und dem Auftrag an die Verwaltung war eine geeignete Fläche für die Mini-Siedlung gefunden: im geplanten Baugebiet „Capeller Straße“ in Südkirchen. Das Problem war bis dahin allerdings noch, dass die Gemeinde die tatsächliche Nachfrage nach einer Tiny-House-Siedlung wenn überhaupt nur schätzen konnte.

Ein Informationsabend für Bürger sollte die Idee einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Die Vertreterin der Fachfirma Diekmann aus Hamm, die mobile Tiny-Houses herstellt, erklärte die Architektur der Häuschen und wie das Wohnen darin aussehen könnte.

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Rund zehn Interessenten meldeten sich in den folgenden Wochen und Monaten bei der Gemeinde und bekundeten Interesse an der modernen Wohnform auf wenigen Quadratmetern. Denn fest steht: Tiny Houses sind im wahrsten Sinne des Wortes gelebter Minimalismus. In der Regel bieten die Mini-Häuser 20 bis 50 Quadratmeter Wohnfläche. Und ganz streng genommen bezieht sich die Bezeichnung „Tiny House“ auf mobile Häuser, wie sie auch das Unternehmen Diekmann im Oktober 2019 vorstellte. Diese Häuser sind zwar keine Camping-Anhänger, die alle paar Wochen auf Tour gehen, sie können aber grundsätzlich den Standort wechseln.

Keine Siedlung von Mobilheimen gewünscht

Eine solche Siedlung soll in Südkirchen allerdings nicht entstehen. Das wurde auch in der politischen Diskussion sofort als deutlicher Wunsch geäußert. Vielmehr sollen fest stehende Häuser gebaut werden, zuletzt auf sieben bis zwölf Einzelgrundstücken.

Das Interesse nach den Grundstücken sei auch nach wie vor da, wie der Bürgermeister deutlich macht. Eine Fläche im Baugebiet Capeller Straße halte die Gemeinde weiter für Tiny Houses frei. In der nächsten Sitzung des Bauausschusses im August wird es noch einmal um das geplante Baugebiet in Südkirchen gehen, so Bergmann.

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