Tatverdächtiger im Lübcke-Mord: Weitere Anklage wegen eines Messerangriffs auf Asylsuchenden

Rechtsextremismus

Die Bundesanwaltschaft erweitert die Anklage gegen den mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Stephan E. soll auch wegen eines Messerangriffs angeklagt werden.

Karlsruhe

26.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Hubschrauber gebracht. (Archiv)

Stephan E., Tatverdächtiger im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, wird nach einem Haftprüfungstermin beim Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Hubschrauber gebracht. (Archiv) © picture alliance/dpa

Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, Stephan E., soll auch wegen eines Messerangriffs auf einen irakischen Asylbewerber Anfang 2016 angeklagt werden.

Ein bei E. sichergestelltes Messer wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe inzwischen als mutmaßliche Tatwaffe identifiziert. NDR, „Zeit Online“ und „Der Spiegel“ hatten am Dienstagabend zuerst darüber berichtet.

Hinreichender Tatverdacht gegen Stephan E.

Bundesanwaltschaft spricht von hinreichendem Tatverdacht

Stephan E. wird vorgeworfen, Lübcke Anfang Juni 2019 auf dessen Terrasse erschossen zu haben, weil der CDU-Politiker für die Aufnahme von Flüchtlingen eingetreten war.

Im September hatte die Bundesanwaltschaft dann auch die Ermittlungen zu dem Angriff auf den Iraker übernommen. Damals hieß es, es gebe einen Anfangsverdacht, dass E. der Unbekannte gewesen sei, der dem Mann in Lohfelden bei Kassel von hinten ein Messer in den Rücken gestochen hatte. Nun sei daraus ein hinreichender Tatverdacht geworden, hieß es. Der Iraker musste nach dem Stich auf der Intensivstation behandelt werden.

Lesen Sie jetzt