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Kleine Künstler am PC

Südlohn Lara (5) und Milena (6) lachen vergnügt. Vor ihnen auf dem Bildschirm schwingt Peter Lustig von "Löwenzahn" den Pinsel durch die Luft. Seine Botschaft: "Heute sollt ihr ein Bild malen."

20.11.2007

Kleine Künstler am PC

<p>Maximal eine halbe Stunde verbringen Jessica (6) und Ida (5) mit Erzieherin Petra Tembrink am PC.</p>

Die zwei ABC-Frösche, wie die angehenden Schulkinder im St. Barbara-Kindergarten heißen, machen sich gleich ans Werk. Aber nicht mit Buntstift und Wasserfarbe, sondern mit Hilfe der Computer-Maus. Am Bildschirm zaubern sie in bunten Farben Berge und Häuser - oder radieren sie wieder weg. An insgesamt sechs Nachmittagen hat Sozialarbeiter Klaus Tembrink den zehn Kindern den Computer als Spiel- und Lernmedium näher gebracht. Gestern war bereits die letzte Sitzung ihres mehrwöchigen Projekts. "Die Erfahrungen sind durchweg positiv. Die Kinder sind völlig unbefangen an die Sache herangegangen", meint Tembrink.

Was ist das für eine großer grauer Kasten? Wofür braucht man den und wie funktioniert der? Viele Fragen galt es anfangs zu klären. Dann ging es auf in Peter Lustigs Bauwagen - mit kindgerechter Sofware versteht sich. Ob Bilder speichern oder ein Porträt scannen und bearbeiten - alles kinderleicht. Denn: "Das Programm ist ganz auf Mädchen und Jungen abgestimmt und einfach zu handhaben", erklärt die Erzieherin Petra Tembrink, die das Projekt angestoßen hat. Neben dem Umgang mit dem Computer gibt es viel Wissenswertes zu erfahren - zum Beispiel über Sauerstoff oder das Fliegen.

Dabei wird das am PC Gelernte nach Möglichkeit gleich praktisch umgesetzt. So beschreibt ein Film die Anfänge der Fliegerei. Anschließend drucken die Kinder die Anleitung für ein Modellflugzeug aus und bauen es nach. Auch das Miteinander in der Gruppe wird gestärkt. Denn Aufgaben werden gemeinsam und nicht isoliert gelöst.

Chance für Kinder

"Wir betrachten es als Chance für die Kinder, dass sie den Umgang mit dem Computer im Kindergarten lernen. Sie sind ja teils schon in der Grundschule mit dem PC konfrontiert", erklärt Klaus Tembrink. "Der PC ist für uns aber immer nur ein Hilfsmittel unter vielen", fügt seine Frau hinzu. Auch außerhalb der Projektzeit können die ABC-Frösche die Geräte in ihrem Raum benutzen. Nicht länger als eine halbe Stunde verbringen die Mädchen und Jungen am PC - der silberne Wecker ist immer gestellt. Befürchtungen, dass sie zu viel Zeit am Computer verbringen könnten, haben sich als unbegründet erwiesen. "Die Kinder schalten die PCs zwar ein und probieren etwas aus. Doch kurze Zeit später sind sie wieder mit etwas anderem beschäftigt." So wie Jessica, die die Maus längst wieder gegen den Buntstift eingetauscht hat. kh

Kleine Künstler am PC

<p>Lara (5) und Milena (6) sind sich einig: Tolle Dinge haben sie über und mit dem Computer erfahren. MLZ-Fotos (3) Herbers</p>

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