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Aufrüttelnde Unterhaltung

Südlohn Progressiv und bewusstseinserweiternd - trefflich lassen sich Vergleiche zwischen Rockmusik und dem Anliegen des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus und Gewalt - für Toleranz in Südlohn-Oeding ziehen.

06.11.2007

Aufrüttelnde Unterhaltung

<p>Klassik trifft Rock: Eine gelungene Mischung zeigte die Gruppe "Subway train". Kempkes</p>

Denn der mittlerweile sechste "Rock gegen Rechts"-Konzertabend mit mehr als 400 Besuchern bot unter anderem mit "Subway train" eine lokal namhafte Vredener Band mit eben gleichartigem progressiv-psychedelischem Rocksound auf, der genauso aufrüttelt wie unterhält.

Anders als der Name vermuten lassen könnte, spielten die sechs Musiker von "Subway Train" am Samstag ganz und gar nicht unterirdisch. Im Gegenteil: Den großen Saal des Hauses der Vereine brachten sie schnell zum Brodeln. Die große Fanschar störte die Enge nicht. Sie verlegte die Party wegen Überfüllung kurzerhand auch nach draußen.

Klassische Note

Ausschließlich selbst komponierte Songs präsentierten Sänger Linus Hüweler unterstützt durch Keyboarder Adrian Wessels und Violinistin Verena Koninger, die der Gruppe die unverwechselbare klassische Note mit elektronischer Verstärkung gibt. Für einen ebenso klassischen wie satten Rocksound sorgten dazu Gitarrist Sebastian Lepping, Bassist Jonathan Lansing und Tilman Wessels am Schlagzeug.

Zuvor aber heizte zum Auftakt die Combo "Zwei Meter - zwei Mark", bestehend aus Südlohner Lokalmatadoren und Stadtlohnern, dem Publikum mächtig ein.

Mit Rockmusik à la "Mando Diao" konnten sich die vier Nachwuchsmusiker mehr als nur Gehör verschaffen und machten Lust auf mehr, so dass "Subway train" mit hunderten bereits gut aufgelegten Jugendlichen leichtes Spiel hatte. Für einen runden Abschluss eines musikalisch breit gefächerten Abends sorgte "Funk 'n' Styne". Und der Name war Programm: Mit "Funk und Party pur" verwöhnten die sieben Instrumentalartisten die Anhänger des jüngst verstorbenen Altmeisters James Brown und ließen die kultigen Blues Brothers wieder aufleben.

Besondere Mühe hatte sich der Arbeitskreis mit einer Lichtbildpräsentation neben der Bühne gegeben. So konnten die jungen Besucher Projekte wie "Mit Kunst gegen Rechts" oder die Stolpersteine-Aktion von Gunter Demnig (Münsterland Zeitung berichtete) ganz nebenbei in Augenschein nehmen.

Erinnerung wach halten

Der Erlös von "Rock gegen Rechts" geht unter anderem an den Arbeitskreis und ist für weitere Vorhaben bestimmt. Die sollen auch in Zukunft die Erinnerung an die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands wach halten, um das Wiedererstarken neonazistischer Gruppierungen progressiv und mit einer erweiterten Bewusstwerdung der Problematik zu verhindern. tke

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