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Amtsgericht verurteilt prügelnden Ehemann

Vollrausch

Weil er sich in einen Vollrausch getrunken und dann seine Ehefrau krankenhausreif geschlagen hatte, wurde jetzt ein 55-jähriger Oedinger zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er sei ausdrücklich wegen des Vollrausches und nicht wegen der Körperverletzung verurteilt worden, erklärte der Richter vom Amtsgericht Borken.

OEDING

von Von Stephan Teine

, 17.05.2011

Was war passiert? Im März 2010 wurde die Polizei gegen 11 Uhr in die Wohnung des Paars gerufen. Dort fanden die Beamten die schwer verletzte Ehefrau und eine völlig verwüstete Einrichtung vor. Den Mann trafen sie in einer Nachbarwohnung an. Er stritt jegliche Beteiligung ab. Zu diesem Zeitpunkt muss der Mann einen Alkoholspiegel von mehr als drei Promille im Blut gehabt haben. Erst gegen Nachmittag konnte die Polizei ihm eine Blutprobe entnehmen – mit einem Alkoholpegel von immer noch 2,5 Promille. Die Ehefrau wurde unterdessen mit schwersten Gesichts- und Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch wenn der Mann noch in der Verhandlung jede Verantwortung für die Verletzungen seiner Frau und die Verwüstungen in der gemeinsamen Wohnung abstritt, sah das Gericht die Schuld des Mannes als eindeutig bewiesen an. Da er zum Tatzeitpunkt jedoch sehr wahrscheinlich nicht schuldfähig war, verurteilte das Gericht ihn wegen Vollrausches. Der Prozess hatte sich so lange verzögert, weil kein gemeinsamer Termin gefunden werden konnte. Erst sei die Frau im Krankenhaus und in einem langfristigen Praktikum in Süddeutschland gewesen, dann konnte zwischen Anwälten und Sachverständigen kein Termin gefunden werden, erklärte der Richter. Das Paar ist nach wie vor zusammen und bewohnt eine gemeinsame Wohnung.

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