Streupflicht im Winter: Nordkirchen will ein bestimmtes Streumittel bald verbieten

Streupflicht

Der Gehweg oder Hauseingang ist im Winter zugeschneit? Das lässt sich doch ändern. Die Wahl der Mittel soll in Nordkirchen aber eingeschränkt werden.

Nordkirchen, Südkirchen, Capelle

, 09.12.2019, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schnee auf Gehwegen soll bald nicht mehr durch Streusalz entfernt werden dürfen.

Schnee auf Gehwegen soll bald nicht mehr durch Streusalz entfernt werden dürfen. © Arndt Brede (A)

Der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus, Umwelt und ländliche Entwicklung hat sich in seiner Sitzung am Dienstag, 10. Dezember, unter anderem mit dem Thema Streusalz zu beschäftigen. Und zwar auf Grund einer Anregung einer Nordkirchener Bürgerin.

In der Anregung, die die Bürgerin der Gemeinde schriftlich hat zukommen lassen, schlägt sie vor, „in die Straßenreinigungssatzung einen Passus aufzunehmen, dass Streusalz oder sonstige auftauende Mittel grundsätzlich für den privaten Bürger der Gemeinde verboten werden“. Wer das Verbot missachte, solle ein Buß- oder Verwarnungsgeld zahlen. Ausnahmen sollen sein: besondere Gefahrenlagen, wie zum Beispiel auf Treppen oder bei Eisregen.

Nicht sehr umweltfreundlich

Streusalz sei nicht sehr umweltfreundlich, erklärt die Bürgerin unter anderem. Es belaste das Grundwasser und könne bewirken, dass Pflanzenwurzeln schlechter wachsen.

Bisher ist Streusalz in der Straßenreinigungssatzung für Nordkirchen nicht ausgeschlossen. Lediglich Baumscheiben und begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz bestreut werden.

Die Verwaltung schlägt einen neuen Satzungstext vor, der der Anregung der Bürgerin folgt und Streusalz grundsätzlich verbietet, Ausnahmen bei Eisregen und an gefährlichen Stellen aber zulässt.

Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Sitzungssaal des Bürgerhauses, Am Gorbach 2.

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