Störche gibt es genug

01.08.2019, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von Claudia Engel

Dorsten. War das eine Freude, als 2004 das erste Storchenpaar im Hervester Bruch gesichtet wurde. Störche waren damals vom Aussterben bedroht. Jeder Storch wurde als kostbare Seltenheit betrachtet und gehätschelt und beschützt. Als der Horst, so nennt man das Nest der Störche, im Hervester Bruch vorbereitet war und Werner und Luise Platz nahmen, da war halb Dorsten aus dem Häuschen. Radfahrer, Fußgänger, Eltern mit ihren Kindern pilgern seitdem im Frühjahr dorthin, um nach Storchennachwuchs Ausschau zu halten. Mittlerweile gehören die Störche nicht mehr zu den bedrohten Tierarten. In Dorsten gibt es sogar schon sechs Storchenpaare, die hier nisten. Zwei in Rhade, eines in Deuten und drei in Hervest. „Das reicht jetzt“, meint die Biologische Station in Lembeck. Weitere Nisthilfen, so Niels Ribbrock von der Biologischen Station, sind nicht erwünscht. Denn zuviel Störche können das empfindliche Gleichgewicht der Natur stören. Störche gehören zur Gruppe der Vögel, die fast alles fressen, was ihnen vor den Schnabel läuft. Das können Mäuse sein, kleine Vögel oder aber kleineres Getier, das in den Wiesen kreucht und fleucht. Der Storch frisst wie ein Scheunendrescher.