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Studie überzeugt Politiker nicht

Berkelstadion

Auch nach der Machbarkeitsstudie bleibt die Stadt weiter auf der Suche nach einer geeigneten Nutzung für das alte Berkelstadion in Stadtlohn: Die unterschiedlichen Vorstellungen der Fraktionen stehen dazu ebenso noch im Raum wie die Notwendigkeit, die Fragen zu Überschwemmungsgebiet und integriertem Handlungskonzept einzubeziehen.

STADTLOHN

von von Thorsten Ohm

, 11.05.2011
Studie überzeugt Politiker nicht

In welche Zukunft öffnet sich das Tor des Berkelstadions?

Gerade mit den beiden letzteren Punkten hatte Bürgermeister Helmut Könning am Dienstag im Bauausschuss klar gemacht: Mit einer schnellen Entscheidung über die künftige Nutzung des innenstadtnahen Grundstücks ist nicht zu rechnen. Dass auch auf politischer Ebene die Suche nach einem Konsens nicht leichter geworden ist, verdeutlichten die Reaktionen auf die Machbarkeitsstudie. Christoph Packhieser vom Büro Reicher und Haase in Aachen hatte die Ergebnisse zusammengefasst und eine Empfehlung abgegeben: Der Fachmann hielt nach Abwägung aller Möglichkeiten den Neubau eines Hotels, verbunden mit einer parallel möglichen Wohnbebauung, für die vorteilhafteste Option. Die Präsentation stieß jedoch auf Kritik. Otger Harks (SPD) attestierte gar: "Das ist das Papier nicht wert, auf dem es steht." Der Studie mangle es  an Ideen. Vielmehr spiegle sich nur darin der Wille der Verwaltung wider. Die Suche nach einem Investor für ein Hotel sei vergebene Liebesmüh: "Wir sollten vielleicht die Bürger befragen, was sie sich wünschen." Ähnlich äußerte sich auch Erwin Plate (UWG): Allein schon die Hochwassergefahr mache das Bauen und Wohnen dort teuer - das habe die Pfahlgründung für das neue Einkaufszentrum am Hövel gezeigt. Er sprach sich für eine Kombination aus Busbahnhof und Veranstaltungsplatz aus; ein Hotel könnte auch am heutigen Busbahnhof entstehen. Jochen Wullers (FDP) bemängelte, dass die Machbarkeitsstudie nicht ausreichend und mit Zahlen unterlegt  auf die Potenziale eingehe, die die Fläche besitze. Das aber sei vor einer weiteren Entscheidung zu klären und auch eine Frage der Tragfähigkeit. Wie Plate kritisierte Wullers, dass das Ergebis der Studie nach einer "Vorgabe der Verwaltung" aussehe. Für die CDU erklärte Ludger Konrad: "Ohne einen konkreten Investor können wir uns über alles mögliche unterhalten." Aus seiner Sicht müsse es nun vordringlich darum gehen, die Rahmenbedingungen näher zu klären. Dazu zählte Konrad auch ein Bodengutachten: "Wir müssen Grundlagen und damit Berechenbarkeit schaffen." Bauamtsleiter Wolfram Höltken verteidigte die Studie: Politik und Verwaltung hätten ein auswärtiges Büro gewünscht. Das habe nun aufgezeigt, was machbar ist, und das sei das Ziel gewesen: "Die Machbarkeit ist sauber abgearbeitet."

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