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Lange Leitung für Abwasser

29.11.2007

Lange Leitung für Abwasser

<p>Noch ist die Kläranlage in Büren in Betrieb. Ungewiss ist, wie lange noch. Bütterhoff</p>

Stadtlohn Die Tage der Bürener Kläranlage sind gezählt. Zumindest wenn man den Ausführungen von Ingenieur Bernhard Hartmann folgt. "Die Kläranlage ist aufgrund ihres Alters nicht mehr zeitgemäß", erklärte er jetzt im Bauaussschuss. Die Folge: Grenzwerte sind bereits zum wiederholten Male überschritten worden. Ab 2011 würden die Überwachungswerte für Phosphor und Stickstoff verschärft. Somit bestehe dringender Handlungsbedarf für eine Überplanung des Kanalsystems und der Kläranlage Büren. Schon jetzt sei der laufende Betrieb ganz vom Wohlwollen der Bezirksregierung abhängig und müsse jederzeit auf Verlangen eingestellt werden.

Doch was soll mit dem Abwasser aus Büren passieren? Zwei Alternativen stellte Hartmann den Ausschussmitgliedern vor. Zum einen die Aufrüstung der Anlage auf den neuesten Stand der Technik für rund 250 000 Euro. Zum zweiten die Weiterleitung nach Stadtlohn. Doppelt so hoch fielen die Kosten für die zweite Variante aus. Jedoch nur auf den ersten Blick, so Hartmann weiter. Denn der Umbau der Kläranlage zu einer Pumpstation könne über drei Jahre mit der Abwasserabgabe der Kläranlage Stadtlohn verrechnet werden. Übrig blieben Kosten in Höhe von 242 000 Euro. Auch die verminderten Betriebskosten schlügen sich auf Dauer positiv nieder. Geplant sei deshalb die Aufgabe der Kläranlage. Bis 2011 soll eine so genannte Freigefälledruckrohrleitung verlegt werden, die sehr energiesparend arbeite. Darüber hinaus sei geplant, Regen- und Schmutzwasser in den Bereichen zu trennen, wo es ohne unverhältnismäßigen Aufwand möglich sei. Gemeinsam mit der SVS sollen Überlegungen angestellt werden, eine Gas- und Wasserversorgung für den Stadtteil Büren mit einzuplanen, um die Kosten für den Bau der Leitung zu senken. Ein weiterer Vorteil: Mit der Wasserversorung durch die SVS könne auch die Löschwasserversorgung für Büren gewährleistet werden.

Dem Beschlussvorschlag, das Planungsbüro Hauer + Partner gemeinsam mit dem Tiefbauamt und den zuständigen Behörden einen Zeit- und Maßnahmeplan erstellen zu lassen, stimmten die Ausschussmitglieder zu. kh

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