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Fleißige Bakterien

Besuch im Klärwerk

Im Rahmen der „Wasseraktionswoche ‚Berkel‘“ in den Kreisen Borken und Coesfeld, bot die Kläranlage Stadtlohn jetzt eine Führung durch ihre Einrichtungen an.

STADTLOHN

von von Amira Rajab

, 26.05.2011
Fleißige Bakterien

Die Stadtlohner Kläranklage hatte ihre Pforten für Besucher geöffnet.

Am Mittwochmorgen fanden insgesamt drei Führungen, unter anderem unter der Leitung von Ewald Rathmer, Abwassermeister des Klärwerks, statt. Neben Schulklassen konnte das Angebot von vielen weiteren Interessierten wahrgenommen werden. Während der Führung, sollten die Interessenten mit möglichst vielen Einzelheiten der Anlage vertraut gemacht werden. Bei lauten Maschinengeräuschen und kräftig arbeitenden Pumpen, wurden die Besucher gleich in die ersten Arbeitsschritte des Werks eingeführt. „Unsere Anlage arbeitet auf zwei Wegen, wobei unter mechanischen wie biologischen Reinigungsstufen unterschieden wird,“ erläutert Ewald Rathmer zur Einleitung in die Abwassertechnik des Klärwerks. Und legte somit schon die grundlegende Abwasserbehandlung der Anlage dar. Da die Arbeit größtenteils auf Bakterien basiere, müssten täglich Proben von allen Becken genommen werden, um die genaue Konzentration der verschiedenen Inhaltsstoffe überprüfen zu können. „Es wimmelt hier nur so vor Bakterien. Millionen, wenn nicht sogar Billionen verschiedene Bakterien befinden sich in den verschiedenen Stationen der Reinigungsstufen“ ,so Rathmer. Für besonderes Interesse sorgte auch die durchstrukturierte Selbstüberwachung der gesamten Anlage. Mithilfe der Messeinrichtungen und der Leitwarte im Zentralgebäude, so Rathmer, könnten die sogenannten Belebungsbecken technisch gelenkt werden. „Durch die Eigenlenkung ist die Anlage wahrscheinlich auch weniger personalintensiv?“ erkundigte sich Ewald von Almsick, einer der Besucher, genauer und bekam gleich die Bestätigung des sachkundigen Begleiters. Auch der Schönungsteich, der fast am Ende der Reinigungskette steht, sorgte für Aufsehen: „Ein quasi natürliches Gewässer am Ende solch einer Reinigungskette ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt wie das noch vor ca. 20 Jahren aussah.“ bemerkte einer der Teilnehmer Clemens Kloster zu den Erläuterungen des Abwassermeisters. Abschließend konnten im „Herz der Anlage“, der Schaltwarte, letzte Einzelheiten erklärt und die Führung abgerundet werden.

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