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Ergreifendes Klangerlebnis

Stadtlohn Wunderschöne Stimmen der Solisten und als Gesamtleistung des VHS Oratorienchores paarten sich mit hervorragender instrumentaler Besetzung des Kourion-Orchesters aus Münster zu einem einmaligen Konzerterlebnis in der katholischen Kirche St. Joseph.

20.11.2007

Ergreifendes Klangerlebnis

<p>Auch opitisch ein beeindruckender Abend: Die Ausführenden füllten den Altarraum der St. Joseph-Kirche in Stadtlohn. Heisterborg</p>

Mit den Solisten Kaja Plessing (Mezzosopran), Claudia Patacca (Sopran), Robbert Overpelt (Tenor) und Johannes Schwärsky (Bass-Bariton) hatte das Konzert eindrucksvolle Einzelstimmen zu bieten, die sich hervorragend mit dem VHS Oratorienchor als Chor der Euregio-Konzertgesellschaft unter der Leitung von Eric Kotterink und dem Orchester zu einer musikalischen Meisterleistung verbanden.

Eng besetzt war der Altarraum mit rund 100 Musikern und Sängern, im Gemeinderaum war jeder Platz besetzt. Musiker und Sänger brachten das letzte, unvollendet gebliebene Werk von Johann Wolfgang Amadeus Mozart zu Gehör, das Requiem d-moll(KV 626) sowie die Kantate Nr. 21 (BWV 21) von Johann Sebastian Bach "Ich hatte viel Bekümmernis". Ein äußerst passendes Programm zum Volkstrauertag.

Mozart schrieb das Requiem als Auftragsarbeit des Grafen Franz Walsegg-Stuppach. Mozart starb über der Arbeit daran. Die Art des Todes und die Art des Auftrages lösten seitdem in der Fachwelt nicht zu beantwortende Fragen aus. Auch das Requiem wurde in diese Diskussion einbezogen. Als Einzelwerk zeichnet es sich durch die einnehmende Dramatik aus, die in der Zwiesprache von Chor und Orchester sowie den Solopartien der Opernsänger zu eindrucksvollen Klangerlebnissen führte. Die lateinischen Texte, die immer wieder in gesteigerter Dramatik wiederholt wurden, konnten vom Publikum in einem ausführlichen Textheft verfolgt werden. Die lateinische Sprache und die häufig impulsive Instrumentierung forderte von allen eine absolute Höchstleistung. Nicht minder anspruchsvoll ist die Kantate von Bach. Auch dabei waren die deutschen Texte nachlesbar. Sehr schön erklang die Klarinette als instrumentaler Dialogpartner zu den Solisten.

Stimmen ergreifen

Ergreifend war jede einzelne Stimme. Vom strahlenden Sopran von Patacca über den vollen Mezzosopran von Plessing bis hin zum beinahe beschwingt klingenden Tenor von Overpelt und dem vollen Bass-Bariton von Schwärsky.

Stehender Applaus belohnte die Akteure, während das Publikum die besinnlichen Texte mit nach Hause nehmen konnte - zusammen mit der Freude über ein einmaliges Klangerlebnis.

Elvira Meisel-Kemper

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